Förderung auf einen Blick

Gegenstand der Förderung sind Forschungs- und Entwicklungsleistungen in der angewandten Gebäudeforschung. An Forschungsschwerpunkten und -themen, die entscheidende Beiträge für Innovationen in den Bereichen Bauwesen, Architektur sowie Bau- und Wohnungswirtschaft erwarten lassen, besteht ein erhebliches Bundesinteresse. Im Förderaufruf werden hierzu wichtige Themenschwerpunkte genannt. Darüber hinaus ist die Zukunft Bau Forschungsförderung offen für alle Themen, die einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Gebäudesektors erwarten lassen und ein erhebliches Bundesinteresse bedienen.

Für die Förderung eines Forschungsprojekts können sich Einrichtungen für Forschung und Wissensverbreitung (z.B. Universitäten und Hochschulen), Unternehmen oder Einzelpersonen bewerben. Möglich sind auch Forschungsverbünde bzw. Kooperationen mehrerer Forschungspartner.

Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung muss der Antragsteller über eine Betriebsstätte oder Niederlassung in der Bundesrepublik Deutschland verfügen.

Projektideen können beim BBSR über das Antragsportal erstellt und eingereicht werden. Das Antragsportal ist auf dieser Seite verlinkt. Weitere Informationen zur Nutzung des Antragsportals finden Sie hier. Stichtag für die Einreichung ist der 01.06.2021. Zur Einreichung einer Projektskizze muss eine digitale Version über das elektronische Antragstool eingereicht und eine unterschriebene Papierversion postalisch an das BBSR verschickt werden. Sofern diese nach dem 01.06.2021 dort eingeht, kann der Antrag nur berücksichtigt werden, wenn der Poststempel der Sendung das Datum 01.06.2021 oder früher trägt.

Wenn Sie ein Forschungsprojekt konzipieren, sollten Sie zunächst festlegen, welche Art von Ergebnis Sie anstreben. Die Zukunft Bau Forschungsförderung ermöglicht Projekte in drei verschiedenen Kategorien: Grundlagenforschung, industrielle Forschung und experimentelle Entwicklung. Die Definitionen dieser Kategorien sind in der Förderrichtlinie [PDF] in den Abschnitten 2.2 bis 2.5 enthalten und entsprechen den Begriffsbestimmungen der AGVO, Artikel 2.

Für die Zuordnung Ihrer Projektidee zu einer Forschungskategorie kann die Beantwortung folgender Fragen für Sie hilfreich sein:

  • Existiert Vorwissen auf dem betreffenden Themengebiet? Falls nicht, bietet sich die Kategorie der Grundlagenforschung an. Bei der Grundlagenforschung wird primär neues Wissen über grundlegende Ursachen von Phänomenen und beobachtbaren Fakten generiert ohne eine besondere Verwendung im Blick zu haben.
  • Sollen die Projektergebnisse kommerziell verwendbar sein? Falls ja, ist die Kategorie der Grundlagenforschung ausgeschlossen.
  • Soll ein Produkt oder eine Dienstleistung entwickelt werden? Falls ja, kommen in der Regel nur die Kategorien industrielle Forschung und experimentelle Entwicklung in Frage.
  • Sollen vorhandene Kenntnisse genutzt werden, um existierende Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen zu verbessern? In diesem Fall kommt i.d.R. nur die Kategorie experimentelle Entwicklung in Frage, die auf vorhandene Kenntnisse und praktische Erfahrung aufbaut und zusätzliches Wissen generiert, dass auf die Herstellung neuer oder verbesserter Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen abzielt.
  • Soll die Machbarkeit eines größeren Vorhabens untersucht werden? Hierfür gibt es die Kategorie der Durchführbarkeitsstudien.
  • Wer ist an dem Projekt beteiligt? Auch dies kann für die Wahl der Forschungskategorie entscheidend sein. Grundlagenforschung wird traditionell im Hochschulbereich betrieben. Auch Unternehmen können ebenfalls Grundlagenforschung betreiben, wenn keine konkreten kommerziellen Anwendungen in Aussicht stehen.  Im Rahmen der Zukunft Bau Forschungsförderung steht die Grundlagenforschung daher allen Arten von Antragstellern offen. Zu beachten ist allerdings, dass sämtliche im Rahmen der Arbeit entstehenden Erkenntnisse zu veröffentlichen sind. Auf Firmengeheimnisse kann in dieser Kategorie entsprechend keine Rücksicht genommen werden.
  • Passt meine Idee in mehrere Kategorien, weil einzelne Arbeitspakete unterschiedliche Ziele und Methoden beinhalten? Auch hier ist das beabsichtigte Ergebnis des Projekts entscheidend. Auch wenn z.B. zunächst Grundlagenforschung betrieben wird, sobald am Ende ein kommerziell verwertbares Produkt steht, ist die industrielle Forschung die maßgebliche Kategorie.

Die Berechnung der maximal zulässigen Beihilfeintensitäten und damit die  Höhe, in der Eigen- bzw. Drittmittel eingebracht werden müssen, ergibt sich anhand der Kategorien der Forschung. In der Kategorie der angewandten Grundlagenforschung können bis zu 90% der zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert werden, in der industriellen Forschung 65% und in der experimentellen Entwicklung 40%.

Für die Berechnung der Beihilfeintensität werden sämtliche im Projekt veranschlagten Fördermittel staatlicher Institutionen herangezogen.

Weitere Erläuterungen finden Sie unter dem Menüpunkt „Der Weg zur Förderung“.