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Erstellung von Geruchskatastern in öffentlichen Innenräumen unter besonderer Berücksichtigung der spezifischen Emissionen von Einrichtungsgegenständen

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Projektbeschreibung

Projektbeteiligte

Eckdaten

Erstellung von Geruchskatastern in öffentlichen Innenräumen unter besonderer Berücksichtigung der spezifischen Emissionen von Einrichtungsgegenständen


Projektnummer
10.08.18.7-18.51
Projektbeginn
03.2019
Projektende
08.2021
Projektstatus
laufend

Ergebnisse
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Übersicht der eingesetzten Probenahmegeräte in einem Innenraum
Quelle: Universität Duisburg Essen / GfI mbH

Die Universität Duisburg-Essen führt seit März 2019 folgendes Forschungsprojekt „Erstellung von Geruchskatastern in öffentlichen Innenräumen unter besonderer Berücksichtigung der spezifischen Emissionen von Einrichtungsgegenständen“ durch. Dabei handelt es sich um ein relativ neues, aber immer wichtiger werdendes Teilgebiet der Innenraumhygiene. Jeder von uns nimmt beim Betreten fremder Innenräume einen spezifischen für diese Räume typischen Geruch war. In einigen Fällen empfinden wir diesen Geruch als störend, irritierend, in Einzelfällen kann uns dieser Geruch bei längerem regelmäßigem Aufenthalt gesundheitlich beeinträchtigen. Dieser Umstand, dass Gerüche zu Erkrankungen führen können, hat dazu geführt, dass es seit wenigen Jahren sowohl vom Umweltbundesamt wie von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung vorläufige Geruchsleitwerte empfohlen werden.
Unser Forschungsteam greift in unserem Projekt dieses Thema auf und verfolgt einen neuen praxisorientierten Ansatz. In den aktuell geltenden DIN EN ISO -sowie VDI-Normen geht man von einem zu untersuchenden Probenahmeluftvolumen von 3 l bis 2 m³ für leichtflüchtige organische Luftinhaltsstoffe auf. Geruchsproben werden mittels subjektiver Wahrnehmung mehrerer Probanden am Olfaktometer im Labor untersucht.
Wir verwenden einen neuen Luftabsorber, der uns erlaubt mehrere 1000 m³ Innenraumluft zu filtrieren und diese Probe dann im Labor mittels GC/MS-Technologie zu untersuchen.
Unser erstes Teilziel ist es, eine normierbare Messmethode zu entwickeln, die geruchsrelevante Luftinhaltsstoffe objektiv und reproduzierbar mit aktueller Messtechnik bestimmt. Darüber hinaus möchten wir mit Hilfe dieser Ergebnisse eine Datenbank aufbauen die unter Berücksichtigung der Beschreibung der geruchlichen Wahrnehmung und der spezifischen Gebäudedaten wie Alter des Gebäudes, Art der Nutzung, Gebäudetyp und Ausstattungsmaterialien, Temperatur, Feuchte, Luftdruck etc. die in den Innenräumen vorherrschende Geruchssituation beschreibt.
Wir erheben unsere Daten, in diesem Projekt, in mehreren öffentlichen Gebäuden (Schulen, Kita, Verwaltungsgebäuden) vornehmlich in der Stadt Duisburg im Rahmen von konkreten Praxisbeispielen. Mit Hilfe der bereits erwähnten Geruchsleitwerte und unter Beteiligung von Umweltmedizinern, bewerten wir dievorgefundene und beschriebene Geruchsituation hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Relevanz. Als letztes Teilziel versuchen wir praxisnahe Minimierungslösungen zu entwickeln, die eine weitere Nutzung der
Innenräume bis zur baulichen Sanierung erlauben.

Projektbeteiligte
Antragsteller/in :

Universität Duisburg Essen, Fakultät für Chemie, AK, Gutmann, Universitätsstraße 5, 45141 Essen

Federführende/r Forscher/in (alternativ Sprecher/in) :

Herr Prof. Dr. Gutmann

Weitere Forscher/innen :

Herr Dipl.-Ing. Jörg Brandes

Fachbetreuer/in im BBSR :

Guido Hagel, BBSR WB 3

Eckdaten
Schlagworte zum Projekt : Innenraumhygiene, Innenraum, Gerüche, Schadstoffe, vorläufige Geruchsleitwerte, Geruchskataster, olfaktorische Wahrnehmung, Spezifisches Chromatogramm, Probenahmesysteme, Geruchsminimierung
Einordnung in Zukunft Bau : Bauliche Hygiene, Gebäudebetrieb/ -nutzung, Innovationsmanagement, Öffentliche Gebäude, Prüfverfahren, Forschungsbericht, Forschungsförderung