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"RAMORI" - Entwicklung einer Richtlinie zur Regelung und Erleichterung des Raummodulbaus als ergänzendes bauordnungsrechtliches Instrument unter der Prämisse der Förderung bezahlbaren Wohnraums

Ergebnisse

Projektbeschreibung

Projektbeteiligte

Eckdaten

"RAMORI" - Entwicklung einer Richtlinie zur Regelung und Erleichterung des Raummodulbaus als ergänzendes bauordnungsrechtliches Instrument unter der Prämisse der Förderung bezahlbaren Wohnraums


Projektnummer
10.08.18.7-20.51
Projektbeginn
01.2021
Projektende
12.2022
Projektstatus
laufend

Ergebnisse
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Raummodulbaurichtlinie am IBP; Quelle: Eigene Darstellung, Piktogramme aus MS-Powerpoint

Die Bauweise mit Raummodulen treibt ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Zielsetzungen mit großem Potential. Dennoch kommt sie selten zur Anwendung. Einer der Gründe liegt in der fehlenden bauordnungsrechtlichen Formulierung von Anforderungen an Raummodule. Dies erschwert die Feststellung von Zulässigkeit und Genehmigungsfähigkeit sowohl für Hersteller und Planer als auch für Behörden. Aus diesen Gründen ist im Zuge des Wohngipfels im Jahre 2018 entschieden worden, die modulare Bauweise und mit ihr auch das Bauen mit Raummodulen nicht nur durch investive Impulse, sondern auch durch Harmonisierung des Bauordnungsrechts zu fördern. Dazu präsentiert sich die Einführung einer Richtlinie als zweckdienlich. Richtlinien als Teil der Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen sind gängige bauordnungsrechtliche Instrumentarien zur Konkretisierung der präskriptiven Anforderungen und enthalten regelmäßig auch Erleichterungen für die betrachtete Bauweise bzw. für den betrachteten Gebäudetypen. So enthält die Muster-Hochhaus-Richtlinie bspw. Erleichterungen für in Zellenbauweise errichtete Hochhäuser. Dementsprechend stellt eine Richtlinie mit der Formulierung besonderer Anforderungen an Raummodule und Raummodulbauten rechtliche Sicherheit in Bezug auf diese her und beschleunigt in der Folge Genehmigungsverfahren. Daneben steigert sie durch sinnvolle technische Erleichterungen die Attraktivität des Raummodulbaus in prozessualer und ökonomischer Hinsicht. Es ist daher zu erwarten, dass von einer Richtlinie für den Raummodulbau eine Initialwirkung ausgeht, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum maßgeblich voranzutreiben und sie gleichzeitig einen Beitrag zur Gestaltung einer nachhaltigen Wertschöpfungskette leistet. Ein unter Federführung der Wissenschaft transparent und konsensbasiert entwickelte Richtlinie dient somit als Innovationstreiber und strategisches Instrument des Bundes und der Länder für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in Deutschland.

Projektbeteiligte
Antragsteller/in :

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Templergraben 55
52062 Aachen

Federführende/r Forscher/in (alternativ Sprecher/in) :

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Univ. Prof. Dr.-Ing. Rainard Osebold
osebold(at)ibp.rwth-aachen.de
52074 Aachen

Fachbetreuer/in im BBSR :

Anne Bauer, WB 3

Eckdaten
Schlagworte zum Projekt : Modulbau, Raummodule, Bauordnungsrecht, Zulassungsverfahren, Genehmigungsverfahren, Richtlinie
Einordnung in Zukunft Bau : Forschungsbericht, Ökobilanzierung/ Lebenszyklusanalyse, Baurecht
Forschungskategorie nach EU : Grundlagenforschung
Art des Unternehmens : Einrichtung für Forschung und Wissensverbreitung
Bundesförderung in EUR : 170.745,04