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Wirtschaftliche Aspekte barrierefreien Bauens bei öffentlichen Neubauten und Umbauten

Ergebnisse

Projektbeschreibung

Projektbeteiligte

Eckdaten

Wirtschaftliche Aspekte barrierefreien Bauens bei öffentlichen Neubauten und Umbauten


Projektnummer
10.08.17.7-12.34
Projektbeginn
10.2012
Projektende
02.2015
Projektstatus
abgeschlossen mit Bericht

Ergebnisse

Nach Angaben des statistischen Bundesamtes leben in Deutschland über 7 Millionen Menschen mit einer schweren Behinderung; dies entspricht einem Anteil von etwa 8,9 % der gesamten Bevölkerung. Eine barrierefrei gestaltete Umwelt, die die Bedürfnisse aller Nutzer berücksichtigt, ist unerlässlich. Als Bauherr hat der Bund sich verpflichtet, bei allen zivilen Neubauten und bei großen Um- und Erweiterungsbauten barrierefrei zu bauen. Der Bund möchte damit Vorbild für andere Bauherren sein und dazu anregen, seinem Beispiel zu folgen.Projektlaufzeit: Oktober 2012 - Februar 2015

Ausgangslage

Die Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen und der Anspruch an barrierefreies Bauen werden häufig als Widerspruch zu kosteneffizientem und wirtschaftlichem Bauen dargestellt. Dabei stellt die Barrierefreiheit einen Mehrwert für alle dar bzw. erhöht für alle den Nutzerkomfort. Auch bezogen auf die Nachhaltigkeit eines Gebäudes kann der Mehraufwand aufgezeigt und bei der Bewertung miteinbezogen werden.

Ziel

Die Zielstellung des Forschungsprojektes bestand darin, eine methodische Grundlage zu entwickeln, um künftig die Mehrkosten des barrierefreien Bauens des Bundes von Beginn an angemessen berücksichtigen und dokumentieren zu können. Die Ermittlungen bezogen sich auf die Typologie Bürogebäude/Neubau. Als Grundlage diente das Projekt "Leitfaden Barrierefreies Bauen" (), in dem die Vorgaben nach Handlungsfeldern gegliedert wurden.

Auftragnehmer des Forschungsprojektes war die Technische Universität Dresden, Fakultät Architektur.

Konzept

Forschungsansatz

Im Rahmen des Forschungsprojektes wurden neun als mehrkostenrelevant eingeschätzte Handlungsfelder (von insgesamt 22) untersucht und die barrierefreien Mehraufwendungen angegeben. Die Untersuchung basierte auf der Analyse von 30 Objekten.

Projektstufen

Das Forschungsprojekt bestand aus mehreren Projektstufen. Die Grundlage der Analysen lieferten die Flächenanalyse und Erfassung der Kostenwerte der 30 ausgesuchten Objekte sowie deren Bewertung. und Bestimmung von notwendigen Maßnahmen in diesen Objekten um die Barrierefreiheit nach Standards des Leitfadens Barrierefreies Bauen herzustellen.

In weiteren Schritten wurde die methodische Herangehensweise entwickelt. Die Mehrkosten für eine barrierefreie Ausführung eines Projektes ermitteln sich danach als Summe der Kennwerte für definierte Bezugsgrößen. Für die Ermittlung des Mehraufwandes sind je Projekt Anzahl und Art der erforderlichen Maßnahmen zur Herstellung der Barrierefreiheit festzustellen.

Ergebnisse

Im Ergebnis ermitteln sich die projektspezifischen Mehrkosten aus der Summe der Mehraufwendungen je Handlungsfeld. Als Voraussetzung für die Ermittlung ist festzulegen, um welchen Gebäudetyp und um welche Nutzungsart es sich handelt und welche Art und welcher Umfang an barrierefreien Maßnahmen umgesetzt werden sollen oder umgesetzt worden sind. Nach diesen beiden ersten Schritten ermitteln sich die Mehrkosten für das Gesamtbauvorhaben aus der Festlegung, welchen Anteil das jeweils umzusetzende Handlungsfeld an den Gesamtbaukosten aufweist und in welcher Höhe Mehrkosten für barrierefreie Maßnahmen erforderlich sind.

Da sich die Ergebnisse der Untersuchungen auf globale Größen (Bauwerkskosten je Nutzfläche) beziehen, ist es nach dieser methodischen Grundlage möglich, die Kosten der Barrierefreiheit von Beginn an zu berücksichtigen und zu dokumentieren. Für die Anwendung in der Praxis ist es jedoch notwendig, die Kennwerte bzw. die Einflussgrößen auf die Handlungsfelder durch Auswertung einer ausreichenden Menge von Projekten zu stabilisieren.

Projektbeteiligte
Eckdaten
Schlagworte zum Projekt : barrierefreies Bauen, Wirtschaftlichkeit, Leitfaden barrierefreies Bauen, Neubauten, Umbauten, Bundesgebäude
Einordnung in Zukunft Bau : Ressortforschung, Öffentliche Gebäude, Barrierefreies Bauen