Zurück

Inhalte

Digitaler Leitfaden Barrierefreies Bauen

Projektbeschreibung

Projektbeteiligte

Eckdaten

Digitaler Leitfaden Barrierefreies Bauen


Projektnummer
10.08.17.7-13.28
Projektbeginn
12.2013
Projektende
05.2017
Projektstatus
abgeschlossen ohne Bericht

Als Bauherr hat der Bund sich selbst verpflichtet, bei allen zivilen Neubauten und bei großen Um- und Erweiterungsbauten barrierefrei zu bauen. Der "Leitfaden Barrierefreies Bauen" dient seit 2014 als Nachschlagewerk, um barrierefreies Bauen für den Bundesbau in seiner Komplexität umzusetzen. Mit diesem Forschungsprojekt wurden die Inhalte des Leitfadens nutzbar gemacht. Die dafür entwickelte Filterfunktion vereinfacht die Handhabung. Ein interner Projektbereich dient als Hilfestellung, um den Nachweis Barrierefreiheit zu erstellen.

Projektlaufzeit: Dezember 2013 - Mai 2017

Ausgangslage

Der "Leitfaden Barrierefreies Bauen" wurde per Erlass zum 1. Juni 2014 für die Bauverwaltung des Bundes eingeführt. In dem Leitfaden ist der Planungs- und Beteiligungsprozess zum barrierefreien Bauen von der Bedarfsplanung bis zur Ausführung klar strukturiert ausgearbeitet. Der Leitfaden dient Mitarbeitern der Bauverwaltungen des Bundes und der Länder sowie freiberuflich tätigen Architekten, Landschaftsarchitekten, Innenarchitekten und anderen Planern, die mit der Planung von öffentlichen Gebäuden und Außenanlagen beauftragt sind, als Handreichung und Checkliste im Planungsprozess.

Das entwickelte Verfahren dient auch der transparenten Darlegung von Entscheidungen über Maßnahmen zum barrierefreien Bauen. Dieses ist von besonderer Bedeutung, da die DIN 18040-1 mit der Einführung des Begriffs "Schutzziel" in die Norm nicht ausschließlich konkrete Lösungen, sondern Eigenschaften definiert, die zu erreichen sind. Eine solche Auseinandersetzung mit den Schutzzielen spielt insbesondere bei Umbauten und bei ausgeprägter natürlicher Topographie, also in Situationen, die nicht unmittelbar in den Normen abgebildet sind, eine wichtige Rolle.

Da sich dieser komplexe und projektbezogene, individuelle Prozess zeitgemäß nur durch eine digitale Übersetzung des Leitfadens implementieren lässt, wurden in diesem Forschungsprojekt die Inhalte des Leitfadens systematisch und in Form eines anwenderfreundlichen EDV-Werkzeugs für einen "Digitalen Leitfaden Barrierefreies Bauen" aufbereitet:

Ziel

Ziel des Projektes war es, die Anwendung des Leitfadens Barrierefreies Bauen in der Praxis zu erleichtern, indem er über eine Internetpräsenz online nutzbar gemacht werden sollte. Im Rahmen des Projektes wurde eine EDV-gestützte Hilfe für die Planung, Ausführung und Dokumentation gemäß des Verfahrensablaufs der Richtlinien für die Durchführung von Bauaufgaben des Bundes (RBBau) konzipiert und erstellt.


Online Now

Konzept

Die Internetpräsenz des Digitalen Leitfadens Barrierefreies Bauen (DLBB) umfasst die für das Internet aufbereiteten Inhalte der Druckversion des Leitfadens Barrierefreies Bauen in einem öffentlichen Bereich, der ohne Einschränkungen für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Für die Mitarbeiter der Bauverwaltungen und Planer wurde ein interner (geschlossener) Projektbereich entwickelt, der eine Hilfestellung bietet, die Anforderungen an die Barrierefreiheit durchgängig in den Verfahrensablauf einzubinden.

BILDForschungsansatz

Die Vermittlung der Leitfadeninhalte wurde unter Berücksichtigung der Nutzeranforderungen der folgenden Anwendergruppen entwickelt:

Grundsätzlich dient der Digitale Leitfaden Barrierefreies Bauen zu zwei Einsatzzwecken:

Konzepterstellung

Bei der Konzepterstellung wurden verschiedene Varianten entwickelt, vorgestellt und mit der forschungsbegleitende Arbeitsgruppe diskutiert, um praxisnahe und anwenderfreundliche Gestaltung des zu ermöglichen.

Programmierung

Technische Grundlage der Website ist das webbasierte Content Management System (CMS) TYPO3. Neben der redaktionellen Betreuung der "normalen" Inhalte wird in einer zusätzlich erstellten TYPO3 Anwendung der Leitfaden internetgerecht als digitale Version aufbereitet und für die Anzeigen im öffentlichen Bereich sowie zur Einbindung im geschlossenen Projektbereich zentral zur Verfügung gestellt. Die redaktionelle Betreuung der digitalen Leitfaden-Inhalte wird durch Anbindung an die TYPO3 internen Bearbeitungsfunktionen erleichtert.

Im geschlossenen Projektbereich wurde die TYPO3 Anwendung um Funktionen zur Authentifizierung, Autorisierung, Projektbearbeitung und -zuweisung sowie zur Bearbeitung der unterschiedlichen Anforderungen an ein barrierefreies Bauen nach dem Leitfaden im Verfahrensablauf durch die verschiedenen Nutzergruppen erweitert.

  • alle Planer (Architekten, Landschaftsarchitekten, Fachplaner)
  • baudurchführende Ebene in den Ländern und im BBR sowie für die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)
  • hausverwaltende Dienststellen
  • Vertreter der Menschen mit Behinderungen
  1. als allgemeines Nachschlagewerk
  2. als Arbeitshilfe und Instrument zur koordinierten Baubegleitung für den Planer nach Verfahrensschritten der RBBau (Richtlinien für die Durchführung von Bauaufgaben des Bundes)

Ergebnisse

Die Nutzung des Leitfadens als öffentliches Nachschlagewerk kann ohne Registrierung oder Anmeldung erfolgen.

Die Hauptnavigation wurde analog zu der Struktur der Druckversion unterteilt in:

Der Aufbau des Leitfadens Barrierefreies Bauen folgte von Anfang an dem Gedanken, die Vielfalt der Vorgaben aufgabespezifisch filtern zu können. Die Gliederung des Leitfadens nach Handlungsfeldern bietet einen schnellen und einfach strukturierten Überblick über die je nach Planungs- und Bauaufgabe zu berücksichtigenden Anforderungen. In der Druckversion ist diese Möglichkeit durch Piktogramme aufgezeigt. In der digitalen Version des Leitfadens ist es individuell möglich, die Vorgaben projektspezifisch zu filtern und in einer individuell zusammengestellten PDF-Datei festzuhalten. Folgende Filter sind möglich:

Zur Veranschaulichung der Arbeitsweise mit dem Leitfaden Barrierefreies Bauen im Verfahrensablauf der wird die Anwendung beispielhaft an einem fiktiven Projekt (Besucherzentrum einer Bundesstiftung in einer topographisch bewegten Innenstadt) in den verschiedenen Verfahrensschritten dargestellt.

Geschlossener Projektbereich

Basierend auf den in den öffentlichen Bereich digital verfügbaren Informationen wird zusätzlich eine -Anwendung in einem geschlossenen Projektbereich zur Verfügung gestellt, die eine strukturierte Hilfe zum Barrierefreien Bauen von Bundesbauten im Verfahrensablauf nach RBBau für die Projektadministration und die Planer bzw. Nutzer/ Maßnahmenträger darstellt. Dieser Bereich wurde für die Mitarbeiter der Bauverwaltungen und Planer als Hilfestellung entwickelt, um die Anforderungen an die Barrierefreiheit durchgängig in den Verfahrensablauf einbinden zu können.Mithilfe dieser Plattform ist es möglich, textliche Teile von

zu erstellen.

Innerhalb der Phasen im Verfahrensablauf können die Anwender flexibel Kriterien bearbeiten und vorab notwendige Einschränkungen sowie die Relevanz von außen und innen bestimmen, aber zusätzlich auch nicht relevante Anforderungen gezielt abwählen oder eigene Kriterien hinzufügen.

Als Ergebnis dieser digital verfügbaren Hilfestellung können PDF-Dateien mit dem jeweils aktuellen Stand der Bearbeitung zu Dokumentationszwecken und in der finalen Fassung zur Einreichung/Weitergabe erstellt werden.

Der Zugang zum geschlossenen Projektbereich ist nur über eine Teilnahmeeinladung per inklusive Übersendung der individuellen Zugangsdaten möglich.

  • Grundlagen
  • Verfahrensablauf nach
  • Handlungsfelder
  • Anwendungsbeispiele
  • Verfahrensschritte der RBBau (ES-Bau, EW-Bau, Ausführungsplanung)
  • Einschränkungen
  • außen und innen
  • Bedarfsplanungen,
  • Konzepten Barrierefreiheit,
  • Nachweisen Barrierefreiheit und
  • Bestandsaufnahmen
Projektbeteiligte
Eckdaten
Schlagworte zum Projekt : Teilleistungsbewertung, Leistungsphasen, Objektplanung, Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen, HOAI