Zurück

Inhalte

Weiterentwicklung und Konkretisierung des Klimaangepassten Bauens – KLIBAU

Ergebnisse

Projektbeschreibung

Projektbeteiligte

Eckdaten

Weiterentwicklung und Konkretisierung des Klimaangepassten Bauens – KLIBAU


Projektnummer
10.08.17.7-18.33
Projektbeginn
08.2018
Projektende
04.2020
Projektstatus
abgeschlossen mit Bericht

Ergebnisse

Auf die Veränderungen im Zuge des Klimawandels muss auch das Bauwesen reagieren. Bei der reinen Klimaanpassung werden Gebäude auf zukünftig zu erwartende Klimaeinwirkungen und Extremereignisse dimensioniert, damit sie die heutigen Anforderungen auch mittel- bis langfristig erfüllen. Das klimaangepasste Bauen betrachtet darüber hinaus auch die Auswirkungen der gewählten Konstruktionen auf die lokale und globale Umwelt. Das Forschungsprojekt hat das klimaangepasste Bauen exemplarisch anhand einer fiktiven Musterliegenschaft aufgezeigt und analysiert.

Ausgangslage

Die Auswirkungen des Klimawandels sind schon heute spürbar und werden sich bis zum Ende des 21. Jahrhunderts noch wesentlich verstärken. Klimabedingte Naturgefahren wie Hitze, Starkregen oder Hochwasser rücken durch ihr vermehrtes Auftreten immer mehr in das Bewusstsein der Bevölkerung.

Durch die Folgen des Klimawandels kam es in der Vergangenheit bundesweit teilweise zu verheerenden Schäden an baulicher Infrastruktur. Das ist unter anderem auf fehlenden oder unzureichenden Objektschutz und fehlende bautechnische Lösungen zum klimaangepassten Bauen zurückzuführen.

Ziel

Ein großer Teil des Forschungsbedarfes besteht in der Zusammenstellung der einzelnen Vulnerabilitäten der baulichen Infrastruktur gegenüber den verschiedenen Folgen des Klimawandels und bautechnische Lösungsansätze hierfür. Die im Projekt betrachteten Klima- und Umweltpotenziale sind auf Bauteilebene die Reduktion des Treibhauspotenzials, die Einsparung Grauer Energie und die sortenreine Rückbaubarkeit.Die Projektziele im Einzelnen:

Auftragnehmer des Projekts war die , Stuttgart.

  • Analyse des momentanen Klimas sowie der erwarteten Klimaänderungen
  • Vorgaben für zukünftig zu beachtende Lastfälle bei Gebäudeplanungen
  • Untersuchung der Klimafolgen Sommerhitze, Starkregen, Hochwasser, Hagel und Sturm und ihre Wirkungen auf ein Mustergebäude
  • Erstellung bautechnischer Handlungsempfehlungen und deren mögliche Klima- und Umweltpotenziale
  • Erarbeitung einer Handlungsempfehlung für Architekten und Planer

Konzept

Anhand einer fiktiven Musterliegenschaft wurde das klimaangepasste Bauen exemplarisch aufgezeigt und analysiert. Bei der Musterliegenschaft handelte sich um ein Mustergebäude mit zugehörigem Mustergrundstück. Das Grundstück war von wesentlicher Bedeutung, da die Sensitivität eines Gebäudes gegenüber einigen Klimaeinwirkungen durch die Umgebung aktiv beeinflusst werden kann. Dies gilt insbesondere für die Einwirkungen Hitze und Überflutung infolge von Starkregen. Ein weiterer Schwerpunkt lagt auf der Betrachtung der klimaangepassten Gebäudebegrünung.

Zu allen Folgen des Klimawandels wurden bautechnische Empfehlungen und konkrete Handlungsanweisungen erarbeitet und zur Anwendung für Architekten und Planer aufbereitet.

Ergebnisse

Mit einer Analyse des momentanen Klimas sowie der erwarteten Klimaänderungen gibt das Projekt Vorgaben für zukünftig zu beachtende Lastfälle bei Gebäudeplanungen. Dabei wurden die Klimafolgen Sommerhitze, Starkregen, Hochwasser, Hagel und Sturm und ihre Wirkungen auf ein Mustergebäude näher untersucht.

Im Ergebnis liegen bautechnische Handlungsempfehlungen und deren mögliche Klima- und Umweltpotenziale für Architekten und Planer vor. Mit thermodynamischen Simulationen ist ein Schwerpunkt die Hitzebelastung von Gebäuden mit konkreten bautechnischen Empfehlungen.

Darüber hinaus wurden Handlungsempfehlungen für die Gebäudebegrünung und Außenanlagengestaltung erarbeitet, die unter anderem auch Potenziale der Pflanzenauswahl und ihre invasive Konkurrenz behandeln. Dabei ist ein Ergebnis, dass größere Umweltpotenziale und Nachhaltigkeit durch regionale Pflanzenarten gegeben sind. Nach einer „Sensitivitätsanalyse Klima- und Umweltpotenziale“ fokussieren die Handlungsempfehlungen durch Begrünung auf die Dach- und Fassadenbegrünung. Konkret bieten Hinweise zur Pflanzenverwendung in Außenanlagen Hilfen für eine klimaangepasste Bepflanzung.

Ein weiteres Thema war innovativer Naturschutz in den Städten durch Ex-situ-Ansiedlung gefährdeter Pflanzengesellschaften. Erstmalig wurde eine Pflanzenliste für extensive bis semi-intensive Dachbegrünung untere Berücksichtigung des Klimawandels aufgestellt.

Neben den Bürgern wird auch dem Fachpersonal in der Verwaltung großer Liegenschaften und Bundesliegenschaften ein Konzept an die Hand gegeben, mit dem das Klimaangepasste Bauen einfach und effizient umgesetzt werden kann. Aus verschiedenen Maßnahmen kann die effizienteste Lösung für ein Gebäude gewählt werden.

Projektbeteiligte
Eckdaten
Schlagworte zum Projekt : Klimafolgen, Naturgefahren, Resilienz, Anpassung, Klimaanpassung, Klimaangepasstes Bauen, Bautechnische Antworten auf Klimaveränderung
Einordnung in Zukunft Bau : Output, Dach, Gebäudegrün, Bauliche Hygiene, Tragwerksplanung, Gebäudehülle, Planungsprozesse, Ressortforschung, Wohnungsbau, Energieeinsparung/ -gewinnung