Das Bauen von morgen


Projektnummer
10.08.17.7-18.45
Projektbeginn
07.2019
Projektende
12.2019
Projektstatus
laufend

Ergebnisse

Wie wird die Welt im Jahr 2050 aussehen? Wie werden wir leben, wie werden wir bauen? Gerade in Zeiten des Umbruchs ist es dem Innovationsprogramm Zukunft Bau ein Anliegen, grundlegende Fragen zur Ausrichtung des Bauens zu stellen. Dazu wurde das Format "Das Bauen von morgen" ins Leben gerufen, das 2018 mit einem Expertengespräch startete. Darauf aufbauend entwickelte die Forschungsarbeit mögliche Szenarien für die Bauwelt 2050. Ziel dabei war, Abhängigkeiten von gegenwärtigen Entwicklungen zu verstehen, zu hinterfragen und das Bauen in einzelnen Bereichen neu zu denken.

Ausgangslage

Das Innovationsprogramm Zukunft Bau des Bundesbauministeriums stellt eine wichtige Säule der Architektur- und Bauforschung in Deutschland dar. Zukunft Bau fördert anwendungsbezogene, erfolgsversprechende Forschungsprojekte zu architektur- und baubezogenen Themen, vernetzt Forschende untereinander und stärkt den Innovations- und Wissenstransfer in die Bauwelt. Das Themenspektrum reicht von Fragen der Nachhaltigkeit und des Umgangs mit dem Gebäudebestand über aktuelle Themen wie dem demografischen Wandel und kostengünstigen Wohnungsbau hin zu optimierten digitalisierten Bau- und Planungsprozessen, neuen Materialien und Techniken, Mehrwerten von Architektur und Stadtraum, Gestaltungsqualitäten und Zukunftsperspektiven.

Ziel

Das Ressortforschungsprojekt "Das Bauen von morgen" beschäftigte sich mit möglichen Zukunftsperspektiven für die Bauwelt bis zum Jahr 2030/2050. Ziel des Ressortforschungsprojektes war es, aus zu entwickelnden Zukunftsszenarien konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Forschung abzuleiten, um das "Bauen von morgen" wirkungsvoll beeinflussen und positiv mitgestalten zu können.

Auftragnehmer des Ressortforschungsprojekts waren Arup Deutschland und Z_punkt .

Konzept

Zu Beginn des Forschungsprojektes erfolgte eine Umfeld-Analyse, in welcher der Blick für zentrale gesellschaftliche, technologische, wirtschaftliche, ökologische und politische Veränderungen geweitet wurde. Anschließend wurden in einer Fokus-Analyse Faktoren identifiziert, die im engeren Kontext mit der Bauwelt stehen. Durch die Kombination beider Perspektiven konnten entscheidende, das Bauen von morgen betreffende Zukunftsthemen identifiziert werden. Im Anschluss erfolgte die Entwicklung von vier Kontextszenarien sowie sieben konkreten Anwendungsszenarien für die Bauwelt 2030/2050.

Die entwickelten Szenarien bildeten den Ausgangspunkt für die abzuleitenden Handlungsempfehlungen. Sowohl die erarbeiteten Szenarien als auch die Handlungsempfehlungen wurden prozessbegleitend durch eine Reihe von und Expert*innen- angereichert und plausibilisiert.

Als roter Faden führten sieben Zukunftsthemen durch das Projekt:

Baukultur – gebaute Umwelt als kollektiver Lebensraum

Partizipation– inklusive und offene Prozesse

Resilienz – adaptive und widerstandsfähige Systeme

Klimaneutralität – emissionsarmes Bauen und Betreiben

Zirkularität – neue Wertschöpfungsmodelle

Konnektivität – vernetzte Gebäude, Quartiere, Städte und Regionen

Automatisierung – höhere Material- und Arbeitsproduktivität

Ergebnisse

Während der Entwicklung der vier Kontextszenarien und sieben Anwendungsszenarien für die gebaute Umwelt im Jahr 2050 wurde deutlich, dass die Zukunft in einem Untersuchungszeitraum von bis zu 30 Jahren mit großen Unsicherheiten verbunden ist. Trotzdem zeigten die entwickelten Szenarien mögliche Entwicklungsrichtungen und wichtige transformative Kräfte auf.

Auf dieser Basis leiteten die Forschenden wichtige Chancen und Herausforderungen sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik und die Forschung ab, um sich proaktiv auf die Zukunft vorzubereiten, diese aktiv mitzugestalten und den Bausektor für kommende Veränderungen zu stärken. Die Forschungsergebnisse stellen zudem eine Grundlage dar, um mit verschiedenen Akteursgruppen des Bauens in Dialog zu treten und zu verhandeln, was wir kollektiv für eine wünschenswerte Zukunft halten und welche Maßnahmen für deren Gestaltung nötig sind.

Projektbeteiligte
Eckdaten
Schlagworte zum Projekt : Ressortforschungsprojekt, Zukunftsperspektiven, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung, Baukultur