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Prüfung der Kostenauswirkungen von Baunormen auf den Wohnungsbau und Einsparpotenziale

Projektbeschreibung

Projektbeteiligte

Eckdaten

Prüfung der Kostenauswirkungen von Baunormen auf den Wohnungsbau und Einsparpotenziale


Projektnummer
10.08.17.7-19.40
Projektbeginn
10.2019
Projektstatus
laufend

Die Baukostensenkungskommission hat festgestellt, dass die Weiterentwicklung bzw. Änderung von Baunormen Auswirkungen auf Baukosten haben kann. Mit Fokus auf den Geschosswohnungsbau soll einerseits eine systematische Folgekostenermittlung sowie ein Prüfverfahren etabliert werden, um den Normungsprozess hinsichtlich der Folgekosten von Baunormen aktiv begleiten zu können. Andererseits soll der Aufbau einer „unabhängigen Stelle“ etabliert werden, die sich insbesondere dem Prüfprozess widmet.

Ausgangslage

Die Baukostensenkungskommission im „Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen“ hat vor dem Hintergrund gearbeitet, die Mietpreisentwicklung insbesondere in Ballungsräumen zu begrenzen und den sozialen Wohnungsbau anzukurbeln. In diesem Kontext kommt den Baukosten eine zentrale Rolle zu, da sie ein wesentlicher Aspekt bei der Bestimmung von Mietpreisen ist. Die Kommission stellte somit die Betrachtung der Ursache-Wirkungszusammenhänge hinsichtlich der Baukosten von Wohngebäuden in das Zentrum ihrer Betrachtungen und lieferte verschiedene Ansatzpunkte für deren Beeinflussung.

Die Baukostensenkungskommission dokumentierte mit ihrem Endbericht 2015, dass beispielsweise die Weiterentwicklung bzw. Änderung von Baunormen Auswirkungen auf Baukosten haben kann. Darauffolgend wurde mit dem Koalitionsvertrag vereinbart, derartige Folgekosten des Bauens und Wohnens zu begrenzen. Auf dem Wohngipfel 2018 wurde diese politische Zielsetzung von allen Beteiligten nochmals bestätigt.

Ziel

In der Folge soll insbesondere mit Fokus auf Baunormen im Geschosswohnungsbau eine systematische Folgekostenermittlung sowie ein Prüfverfahren für eine unabhängige Stelle etabliert werden, um den gesamten Normungsprozess aktiv begleiten und somit die Folgekosten von Baunormen begrenzen zu können.

Aufgrund der beschriebenen, politischen Zielsetzung ist vorgesehen, unter Federführung von Bund und Ländern eine zentrale Stelle zur Begrenzung der Folgekosten aufgrund von Baunormen zu entwickeln und zu implementieren. Diese Stelle, die sich insbesondere durch ihre Unabhängigkeit auszeichnen muss, wird in zwei Phasen errichtet.

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat initiiert mit dem vorliegenden Forschungsvorhaben die einleitende Phase. Innerhalb dieser ersten Phase werden Erkenntnisse für die Einrichtung der unabhängigen Stelle gesammelt, die im Rahmen der zweiten Phase umgesetzt werden. Das Forschungsvorhaben wird somit Antworten auf Fragen zur Organisationsform, Anbindung und zur Ausgestaltung der Geschäftsstelle sowie zur Systematik des Prüfverfahrens liefern.

Auftragnehmer

    bauoek GmbH
    Brühlbergstraße 67
    8400 Winterthur
    Schweiz

Kontakt

    Karin Lorenz-Hennig
    Referat WB 13 „Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Bauwirtschaft“
    Telefon: +49 228 99401-2630
    E-Mail: karin.lorenz-hennig@bbr.bund.de

Projektbeteiligte
Fachbetreuer/in im BBSR :

Karin Lorenz-Hennig, WB 13

Eckdaten
Einordnung in Zukunft Bau : Ressortforschung, Kostengünstiges Bauen, Normen/ Standards, Wohnungsbau