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Geduld vermeidet Messfehler - Dauer des Druckaufbaus bei der Luftdurchlässigkeitsmessung von sehr dichten Gebäuden - Berechnung der erforderlichen Wartezeit für gebräuchliche Blower Doors, messtechnische Überprüfung der Berechnung, Abschätzung möglicher M

Ergebnisse

Projektbeschreibung

Projektbeteiligte

Eckdaten

Projektetage der Bauforschung

Geduld vermeidet Messfehler - Dauer des Druckaufbaus bei der Luftdurchlässigkeitsmessung von sehr dichten Gebäuden - Berechnung der erforderlichen Wartezeit für gebräuchliche Blower Doors, messtechnische Überprüfung der Berechnung, Abschätzung möglicher M


Projektnummer
10.08.18.7-21.36
Projektbeginn
04.2021
Projektende
11.2022
Projektstatus
laufend

Ergebnisse

Leckagekurve des Gebäudes (blau) und idealisierte Ventilatorkennlinie (rot), Quelle: Joachim Zeller

Bei der Luftdurchlässigkeitsmessung eines sehr dichten Gebäudes kann es mehrere Minuten dauern, bis sich die endgültige Druckdifferenz zwischen innen und außen einstellt. Dies birgt die Gefahr von systematischen Messfehlern, sofern nach dem Verstellen des Ventilators für den nächsten Messpunkt der Volumenstrom und der Gebäudedruck zu früh aufgenommen werden, also für einen noch nicht stationären Zustand. Aufgrund von windbedingten Druckschwankungen kann der Messdienstleister nicht ohne weiteres erkennen, wann der stationäre Zustand erreicht ist. Berechnungen für Standardbedingungen innen und außen und einen idealisierten Ventilator mit konstantem Volumenstrom haben zu einer einfachen Formel geführt, anhand derer die erforderliche Wartezeit abgeschätzt werden kann. Im aktuellen Forschungsprojekt wird auf Basis der Ventilatorkennlinien die Wartezeit für reale Ventilatoren verschiedener Hersteller berechnet. Das Ziel ist es, auch für die handelsüblichen Messgeräte eine einfache Formel zu finden, in die ggf. auch die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen eingeht. Durch Messungen in mehreren dichten (nL50 < 0,4 /h) und sehr dichten (nL50 < 0,1 /h) Gebäuden sollen die theoretisch hergeleiteten Druckaufbaukurven in der Praxis überprüft werden. Ein weiteres Teilprojekt hat zum Ziel, die möglichen oder wahrscheinlichen Messfehler abzuschätzen für den Fall, dass Messdienstleister zu schnell die Messpunkte eines Gebäudes erfassen. Darüber hinaus soll die Frage untersucht werden, in welchen Fällen sich die Luft im Gebäude eher adiabatisch verhält, und wann eher isotherm.

Projektbeteiligte
Antragsteller/in :

Dipl.-Phys. Joachim Zeller
Am Schnellbäumle 16
88400 Biberach

Federführende/r Forscher/in (alternativ Sprecher/in) :

Dipl.-Phys. Joachim Zeller
Joachim Zeller
joachim.zeller(at)t-online.de
88400 Biberach

Fachbetreuer/in im BBSR :

Guido Hagel, WB 3

Eckdaten
Schlagworte zum Projekt : Luftdichtheit, Luftdurchlässigkeitsmessung, Differenzdruckverfahren, Blower-Door-Test, Messfehler, Messdauer, Druckaufbau, Brandvermeidung, Inertgas
Einordnung in Zukunft Bau : Forschungsbericht, Forschungsförderung, Bauqualität, Prüfverfahren, Ökobilanzierung/ Lebenszyklusanalyse, Architektur/ Gestaltung/ Qualität, Gebäudehülle
Forschungskategorie nach EU : Grundlagenforschung
Art des Unternehmens : kleines Unternehmen
Bundesförderung in EUR : 52.630,00
Projektetage der Bauforschung
Projektvorstellung 1 23.03.2022 Mehr
Projektvorstellung 2 21.09.2022