Zurück

Inhalte

Bewertung der Freisetzung von Mikroplastik aus Sportböden auf Kunststoffbasis

Projektbeschreibung

Projektbeteiligte

Eckdaten

Bewertung der Freisetzung von Mikroplastik aus Sportböden auf Kunststoffbasis


Projektnummer
10.08.18.7-22.02
Projektbeginn
09.2022
Projektende
03.2025
Projektstatus
laufend

Simulation mechanischer Belastung von Kunstrasen durch den Sportbetrieb anhand eines mechanischen Spielers (Lisporttester), Quelle: Polytex GmbH

Ziel des Projektes ist, die Freisetzung von Mikroplastik (MP) aus Sportböden unter verschiedenen Nutzungsszenarien zu untersuchen. Dieses Projekt soll zudem eine validierte Aussage hinsichtlich der ausgetragenen Menge an MP pro Kunstrasenplätzen und Jahr erlauben. Die Datengrundlage für eine Abschätzung des MP Austrags wurde in der Vergangenheit immer wieder kontrovers diskutiert. Ursächlich hierfür ist die Komplexität der zugrunde liegenden Probennahme und Analytik. Insbesondere die Abschätzung von MP-Frachten, basierend auf einer spektroskopisch bestimmten Partikelanzahl ist kritisch zu betrachten. Die in der BAM entwickelte ThermoExtraktions-Desorption-Gaschromatografie/Massenspektrometrie bietet die Möglichkeit, den MP-Massegehalt in einer Probe zu bestimmen und damit den MP-Massenaustrag von Kunstrasenplätzen in die Umwelt zu quantifizieren. Mittels spezieller Partikelfilter kann zudem die Partikelgröße des emittierten MP abgeschätzt werden, was eine Grundbedingung für eine Bewertung einer potenziellen Gesundheitsgefährdung für den Menschen ist. Durch einen Lysimeterversuch mit dem gesamten Oberbau eines Kunstrasens unter Verwendung gealterter Kunststoffe wird der mögliche Austrag von MP in das Grundwasser und gleichzeitig der Schadstoffaustrag exemplarisch quantifiziert und so mögliche Transportpfade überprüft. Ein weiterer Punkt ist die weltweit streng reglementierte Emission von CO2 und damit einhergehend die Reduzierung von fossilen Rohstoffen in der Produktion. Diese Beschränkung in Kombination mit den Vorgaben aus dem Kreislaufwirtschaftsgesetz wird nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit eine immer größere Bedeutung erlangen. Im vorliegenden Projekt werden Erkenntnisse generiert, welche die Frage nach der Rückführbarkeit von Granulaten in den Rohstoffkreislauf beantwortet. Somit wird am Standort Deutschland Wissen generiert, welches später auch im europäischen und internationalen Ausland zwingend benötigt werden wird.

Projektbeteiligte
Antragsteller/in :

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

administrative Verantwortung: Viola Bütow

Unter den Eichen, 87

12205 Berlin

Federführende/r Forscher/in (alternativ Sprecher/in) :

Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung

Fachbereich 4.3 Schadstofftransfer und Umwelttechnologien

Projektleitung: Dr. Ute Kalbe

 

Fachbetreuer/in im BBSR :

Verena Kluth , WB 3

Eckdaten
Schlagworte zum Projekt : Sportböden auf Kunststoffbasis, Kunstrasen, Gummigranulat, Mikroplastik, TED-GC-MS-Analytik, Massenbilanz, Kreislaufwirtschaft, Umweltverträglichkeit, Mikroplastik-Analytik
Einordnung in Zukunft Bau : Forschungsförderung, Ökobilanzierung/ Lebenszyklusanalyse
Forschungskategorie nach EU : Industrielle Forschung
Art des Unternehmens : Einrichtung für Forschung und Wissensverbreitung
Bundesförderung in EUR : 139.724,00