Bauprodukte digital und effizient rückverfolgen

BIM und IoT-basierte Rückverfolgbarkeit von Bauprodukten


Projektnummer
10.08.18.7-22.17
Projektbeginn
01.2023
Projektende
06.2025
Projektstatus
abgeschlossen mit Bericht

Ergebnisse

BIM- und IoT-basierte Bauproduktrückverfolgbarkeit, Quelle: Bergische Universität Wuppertal/BIM-Institut

In zahlreichen Branchen – wie dem Gesundheitswesen, dem Einzelhandel oder der Automobilindustrie – sind Konzepte zur Datendurchgängigkeit und der damit ermöglichten Produktrückverfolgbarkeit entlang der Informationslieferkette erfolgreich etabliert. Diese Systeme ermöglichen eine nahtlose Überwachung von Produkten über alle Stufen – vom Hersteller bis zum Endkunden – und schaffen Transparenz, Effizienz sowie eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Unternehmen und Verbraucher.

Auch in der Bau- und Immobilienwirtschaft gibt es erste vielversprechende Ansätze zur digitalen Rückverfolgbarkeit von Bauprodukten. Die Übertragbarkeit bestehender Konzepte aus anderen Branchen wurde bereits in mehreren Vorhaben untersucht, und verschiedene Teilansätze finden heute praktische Anwendung. Dennoch bestehen weiterhin erhebliche Herausforderungen: Die durchgängige Rückverfolgbarkeit bricht insbesondere in offenen Lieferketten mit wechselnden Projektbeteiligten häufig ab – typischerweise beim Übergang zu den ausführenden Unternehmen oder dem Bauherrn.

Hier setzt das vorliegende Forschungsvorhaben an. Ziel ist die Entwicklung eines ganzheitlichen, interoperablen Konzepts zur digitalen Rückverfolgbarkeit von Bauprodukten auf Basis durchgängiger, standardisierter Bauproduktdaten. 
Die digitale Dokumentation der Bauprodukte stellt dabei nicht nur die Grundlage für Qualitätssicherung, Wartung und Rückrufe dar, sondern ermöglicht auch neue Geschäftsmodelle im Bereich der Gebäudeperformance und des nachhaltigen Gebäudebetriebs. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft eröffnet eine durchgehende Dokumentation zusätzlich die Möglichkeit, Bauprodukte am Ende ihrer Nutzungsdauer rückzubauen, wiederzuverwenden oder hochwertig zu recyceln – nach dem Prinzip: „Jedes Gebäude ist ein Baumarkt voller Ressourcen.“

Das Konzept wird im Rahmen einer realen Testumgebung validiert, verifiziert und der Öffentlichkeit vorgestellt.
 

Projektbeteiligte
Antragsteller/in :

Bergische Universität Wuppertal
administrative Verantwortung: Dr. Roland Kischkel
Pauluskirchstraße 7
42285 Wuppertal

Federführende/r Forscher/in (alternativ Sprecher/in) :

Bergische Universität Wuppertal

Institut für das Management digitaler Prozesse in der Bau- und Immobilienwirtschaft / BIM-Institut

Projektleitung: Agnes Kelm

 

Fachbetreuer/in im BBSR :

Wencke Haferkorn, WB 3

Eckdaten
Schlagworte zum Projekt : Bauproduktrückverfolgbarkeit, Nachhaltigkeit, BIM, Datendurchgängigkeit, IoT, Bauprodukte, Internationale Standards
Einordnung in Zukunft Bau : Forschungsförderung, Zirkuläres Bauen/ Rückbau/ Recycling, Bewertungssysteme für Nachhaltiges Bauen, Normen/ Standards, BIM/ digitale Planungsprozesse, Planungsprozesse
Forschungskategorie nach EU : Grundlagenforschung
Art des Unternehmens : Einrichtung für Forschung und Wissensverbreitung
Bundesförderung in EUR : 314.850,00
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