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FloraBrick – Bioaktives Tonfassadensystem

Projektbeschreibung

Projektbeteiligte

Eckdaten

FloraBrick – Bioaktives Tonfassadensystem


Projektnummer
10.08.18.7-23.33
Projektbeginn
02.2024
Projektende
01.2027
Projektstatus
laufend

Systemskizze_ FloraBrick – Bioaktives Tonfassadensystem, © Katharina Rüter

Unsere Forschung verfolgt das Ziel, ein tonbasiertes Fassadensystem mit (ggf. selbstragenden) Mauermodulen zur dynamischen Fassadenbegrünung, Rückkühlung und Retention zu entwickeln. Die Module sollen eine robuste Gebäudehülle bilden, die vertikale biodiverse Lebensräume für Flora und Fauna bei zeitgleicher klimatisch und ästhetisch positiver Aufwertung von Stadträumen ermöglicht und die Folgen von Extremwetterereignissen mildert. Die kapillare wasserspeichernde Eigenschaft von Ton, bei hoher Witterungsbeständigkeit, soll genutzt werden, um Wasser zwischenzuspeichern, die Vegetation zu bewässern und Verdunstungskühle zu liefern. Die Oberfläche der Module verbindet durch eine gezielt poröse und grafisch ansprechende Struktur Ästhetik und Funktion, die die Pflanzenetablierung und -verankerung ermöglicht sowie Feuchtigkeit nach außen leitet. Idealerweise werden die Module fester Bestandteil des Regenwassersystems und werden direkt über das anfallende Wasser der Dächer befeuchtet. Bei Starkregen kann Wasser temporär zwischengespeichert und in Trockenzeiten über eine Zisterne eingeleitet werden. Ziel ist es den technischen Aufwand möglichst gering zu halten. Bisher arbeiten vertikale Bepflanzungssysteme meist mit höherwüchsigen Pflanzen mit dem Ziel das Bild einer üppigen grünen Wand zu erreichen. Hohe Ausfallraten durch Frost und Trockenheit führen zu hohen Unterhaltskosten und Unansehnlichkeit. Durch die Verwendung von standortgerechten, niedrigwüchsigen Pflanzen sowie der Etablierung von Spontanvegetation, strebt unser System eine dynamische Entwicklung von sich selbstregulierenden Pflanzengesellschaften an. In Verbindung mit einer ästhetisch ansprechenden Oberflächenstruktur entsteht in allen Entwicklungsstadien ein ansprechendes Bild, das nicht auf eine flächendeckende Begrünung angewiesen ist, Lebens- und Retentionsraum bietet sowie Rückkühlungseffekte durch die Evapotranspiration der Pflanzen sowie durch die Wasserverdunstung des Moduls an sich erzielt.

Projektbeteiligte
Antragsteller/in :

Technische Universität München
adm. Verantwortung:

Prof. Dr. Hanno Schaefer
Emil-Ramann-Str. 2
85354 Freising

Federführende/r Forscher/in (alternativ Sprecher/in) :

Biodiversität der Pflanzen, Technische Universität München
Projektleitung:

Dipl. Ing. Katharina Rüter

Fachbetreuer/in im BBSR :

Verena Kluth, WB 3

Eckdaten
Schlagworte zum Projekt : Ziegel, Rückkühlung, Vertikalbegrünung, Verdunstung, Retention, Biodiversität, Pflanzen, Regenwassermanagement, Ton, Fassade
Einordnung in Zukunft Bau : Forschungsbericht, Forschungsförderung, Gebäudegrün, Gebäudehülle, Mauerwerksbau
Forschungskategorie nach EU : Grundlagenforschung
Art des Unternehmens : Einrichtung für Forschung und Wissensverbreitung
Bundesförderung in EUR : 358.884,55