Zirkuläre Typologien


Projektnummer
10.08.18.7-24.58
Projektbeginn
05.2024
Projektende
04.2026
Projektstatus
laufend

Zirkuläre Typologien im Stadtkontext, © Stefan Rettich

Die Klimaziele der Bundesregierung erfordern eine radikale Wende im Bausektor, hin zum größtmöglichen Erhalt baulichen Bestandes durch dessen Umnutzung. Die stetig steigenden Boden-, Material- und Energiepreise wirken hier bereits als Push-Faktoren für die Herausbildung eines konsequent zirkulären Immobilienmarktsegments. Während für das architektonische Objekt hinlänglich Lösungen erarbeitet werden, findet eine zirkuläre Auseinandersetzung auf Ebene des Quartiers oder gar der gesamten Stadt bislang nicht statt. Eine solche Vorausschau – also eine Strategie der zirkulären Stadt – wird aber in Anbetracht der Ressourcenverknappung und des Klimawandels zunehmend essentiell. Diese Forschungslücke will das beantragte Projekt schließen. Dabei wird auf einem abgeschlossenen Projekt des Antragsstellers aufgebaut, mit dem das Phänomen urbaner Obsoleszenz systematisch untersucht wurde (www.obsolete-stadt.net). Demnach wirken Digitalisierung, Verkehrswende und Wandel der Religiosität als Treiber (Megatrends), wodurch eine Vielzahl an Typologien – meist der Spät- und Postmoderne – aus der Nutzung fallen. Mit dem Projekt wird ein typenbasierter (1) sowie ein quartiersbezogener Ansatz (2) zur Umnutzung von obsoleten Gebäuden und Flächen verfolgt: Mit dem typologischen Ansatz (1) werden die statischen und baulichen Potenziale im Hinblick auf ein Spektrum der Nachnutzung untersucht. Dieser Ansatz zielt auf Übertragbarkeit. Anhand von Testentwürfen wird ein Nachnutzungskatalog erstellt, der Architekten, Eigentümern, Immobilienentwicklern, Stadtentwicklern, den Kommunen sowie Bürgern einen Überblick gibt, welche neuen Funktionen in obsolete Hüllen einziehen könnten. Mit dem quartiersbezogenen Ansatz (2) soll die funktionale Interaktion diverser Umnutzungen mit den o.g. Adressaten in einem Hamburger Quartier getestet werden. Ziel ist herauszufinden, welche potenzielle Nachnutzungen an welcher Stelle im Quartier zu einer größtmöglichen Nachhaltigkeit und Resilienz führen würden.

Projektbeteiligte
Antragsteller/in :

Universität Kassel, Fachgebiet Städtebau
Gottschalkstraße 22
34127 Kassel

Federführende/r Forscher/in (alternativ Sprecher/in) :

Universität Kassel, Fachgebiet Städtebau
Institutsleitung: Professor Stefan Rettich
Projektleitung: N.N.

Weitere Forscher/innen :

Forscher 2:
Universität Kassel, Fachgebiet Tragwerksentwurf
Leitung: Professor Dr. Julian Lienhard
Bearbeitung: N.N.

Fachbetreuer/in im BBSR :

Katja Hasche, WB 3

Eckdaten
Schlagworte zum Projekt : Zirkularität, Obsoleszenz, Transformation, Megatrends, Nachnutzung, Bestandsschutz, Ressourcenschonung, Klimaschutz, Innenentwicklung, Hamburg
Einordnung in Zukunft Bau : Forschungsbericht, Forschungsförderung
Forschungskategorie nach EU : Grundlagenforschung
Art des Unternehmens : Einrichtung für Forschung und Wissensverbreitung
Bundesförderung in EUR : 359.819,96