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Evaluation der Zukunft Bau Forschungsförderung 2017 bis 2027
Evaluation der Zukunft Bau Forschungsförderung 2017 bis 2027
04.2026
06.2026
abgeschlossen ohne Bericht
Seit 20 Jahren fördert Zukunft Bau eine Vielzahl von Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Bauwesen, in der Architektur und in der Bau- und Wohnungswirtschaft. Die Programmevaluation Zukunft Bau untersucht, welche Ergebnisse diese Projekte tatsächlich erzielt haben und wie sie in der Praxis wirken. Ziel ist es, ein umfassendes Bild der Wirkungen des Förderprogramms zu gewinnen und daraus konkrete Hinweise für seine zukünftige Weiterentwicklung abzuleiten. So trägt die Evaluation dazu bei, den Beitrag der Forschung zu einem nachhaltigen und zukunftsfähigen Bauwesen besser sichtbar und steuerbar zu machen.
Ausgangslage
Seit 2006 fördert das Innovationsprogramm Zukunft Bau vielfältige Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den Bereichen Bauwesen, Architektur sowie der Bau- und Wohnungswirtschaft. Es werden vor allem praxisnahe Vorhaben unterstützt, die neue Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen entwickeln. Dazu gehören insbesondere Themen wie klimaneutrales Bauen, ressourcenschonende Materialien, neue Planungs- und Bauprozesse sowie innovative technische und architektonische Konzepte. Dieses neue Wissen soll in die Anwendung und die Baupraxis übertragen werden.
Im Laufe der Jahre ist ein breites Spektrum an Projekten entstanden, das sowohl technologische Entwicklungen als auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Fragestellungen anspricht. Aber inwieweit gelangen Projektergebnisse in die Praxis und welche nachhaltigen Effekte lösen sie aus?
Eine erste Wirkungsanalyse hat zu dieser Frage bereits die Förderperiode bis 2016 untersucht. Die aktuelle zweite Programmevaluation baut auf diesen Ergebnissen auf und erweitert die Analyse um die seit 2017 geförderten Vorhaben. Darüber hinaus geht sie einen Schritt weiter, indem sie nicht nur vergangene Wirkungen betrachtet, sondern auch Ansätze entwickelt, um zukünftige Effekte systematischer zu erfassen.
Ziel
Die Evaluation verfolgt das Ziel, die Ergebnisse und Wirkungen der seit 2017 geförderten Projekte systematisch zu erfassen und zu bewerten. Dabei wird untersucht, welches neue Wissen durch die Förderung entstanden ist, in welchem Umfang dieses Wissen in die Baupraxis übertragen wurde und welche langfristigen Effekte sich daraus ergeben haben. Ein besonderer Fokus liegt darauf, die Zusammenhänge zwischen Forschung, Anwendung und gesellschaftlicher Wirkung nachvollziehbar zu machen.
Gleichzeitig richtet sich der Blick nach vorne: Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse wird ein Konzept entwickelt, anhand dessen die künftigen Wirkungen des Förderprogramms besser gemessen und bewertet werden können. Auf diese Weise soll die Evaluation nicht nur eine Bestandsaufnahme liefern, sondern auch zur Weiterentwicklung des Förderprogramms beitragen.
Konzept
Im Zentrum der Evaluation steht ein Wirkungsmodell, das den Weg von der Förderung bis zu deren langfristigen Effekten beschreibt. Ausgangspunkt sind die bereitgestellten Fördermittel, mit denen Forschungsprojekte ermöglicht werden. Diese Projekte erzeugen konkrete Ergebnisse – etwa neue Konzepte, Verfahren, Materialien oder Handlungsempfehlungen.
Im nächsten Schritt wird untersucht, wie diese Ergebnisse von den beteiligten Akteuren weiter genutzt und verbreitet werden und in welchem Maße sie in die Praxis einfließen. Daraus können schließlich längerfristige Wirkungen wie neue Standards, veränderte Planungsprozesse, zusätzliche Qualifikationen, Netzwerke oder wirtschaftliche Aktivitäten entstehen.
Dieses Modell ermöglicht es, die Wirkungen des Förderprogramms nicht nur punktuell, sondern auch entlang eines nachvollziehbaren Entwicklungsprozesses zu betrachten und besser zu verstehen, wie Forschung zu tatsächlichen Veränderungen im Bauwesen beiträgt.
Methodik
Die Evaluation basiert auf einem Portfolio unterschiedlicher methodischer Elemente und umfasst sowohl quantitative als auch qualitative Ansätze. Der erste Ansatzpunkt ist die vom BBSR unterhaltene und kontinuierlich weiterentwickelte Förderstatistik, die die Kerncharakteristika der geförderten Vorhaben umfasst. Weitere Analysegrundlagen sind sekundärstatistische Daten, beispielsweise zu den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen baunaher Branchen. Zusätzliche Erkenntnisse ergeben sich aus einer Befragung der Zuwendungsempfängerinnen und -empfänger sowie aus gezielten Hintergrund- und Expertengesprächen, Dokumentenanalysen und interaktiven Formaten wie Expertenworkshops.
Die unterschiedlichen empirischen Erkenntnisse werden in ihrer Gesamtheit betrachtet und synthetisiert, um anschließend entsprechende Empfehlungen für den Fördergeber entwickeln zu können. Alle Schritte erfolgen in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber, sodass auch die langjährige und umfassende Expertise der Fachbetreuung im BBSR zum Erkenntnisgewinn beitragen kann.
Literatur
BBSR (Hrsg.). Wirkungsanalyse der Zukunft Bau Forschungsförderung 2006 bis 2016. Transfer, Innovation, Implikationen für die Förderpolitik. BBSR-Online-Publikation 47/2023
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| Projektbeteiligte |
|---|
| Eckdaten | |
|---|---|
| Schlagworte zum Projekt : | Evaluation, Ex post, Ex ante, Wissensgenerierung, Wirkungsmessung, Förderprogramm, Wissenstransfer, Programmevaluation |
| Projekt auf der Webseite des BBSR : | https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/programme/zb/Auftragsforschung/jahr/2026/evaluation-zukunft-bau/01-start |