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Redefine the In-Between: Kompensationsräume in dichten Wohnsiedlungen

Ergebnisse

Projektbeschreibung

Projektbeteiligte

Eckdaten

Projektetage der Bauforschung

Redefine the In-Between: Kompensationsräume in dichten Wohnsiedlungen


Projektnummer
10.08.18.7-18.07
Projektbeginn
11.2018
Projektende
12.2020
Projektstatus
laufend

Ergebnisse

Hausordnungen und Nutzungsreglemente bestimmen zusammen mit der baulichen Gestaltung des Zwischenraums über Kontrollgewinn und Kontrollverlust der Bewohnenden und schaffen so Möglichkeiten, den reduzierten privaten Raum zu erweitern.
(Bild: Andréa Zemp Nascimento / daundort.com)

Das Forschungsprojekt soll darlegen, wie im Zusammenspiel von baulich-räumlichen Massnahmen und Nutzungsreglementen sogenannte Kompensationsräume für eine geringere Wohnfläche geschaffen werden können.

Mit der Forderung nach einem haushälterischen Umgang mit dem Boden wird sich das Zusammenleben nachhaltig verändern und wir rücken näher zusammen. Ziel sollte es sein, deutlich weniger Land pro Kopf in Anspruch zu nehmen. Angesichts des gegenwärtigen Anspruchswachstums ist dies aber nicht leicht umsetzbar. Die meisten sind jedenfalls nur dann einverstanden zusammenzurücken, wenn ihre Wohnung nicht kleiner wird.

Es sei denn, es wird ein anderweitiger Mehrwert geboten. Denn Wohnen findet nicht nur in der Wohnung, sondern auch vor dem Haus und in der Wohnumgebung statt. Aus der Architekturpsychologie ist bekannt, dass sich vorhandene oder fehlende Interaktions- und Kommunikationskontrolle über die eigene Umgebung auf das Gefühl von verfügbarem Raum unddamit auf die wahrgenommene Dichte auswirkt. Das Projekt geht von der These aus, dass verfügbarer Raum sowohl eine Frage der baulich räumlichen Gestaltung als auch von Nutzungsregulativen ist, welche die Kontrolle der Bewohnenden über die eigene Umgebung steuern und das Aneignungspotenzial der Architektur unterstützen.

Der Fokus des Projekts liegt dabei auf den so genannten Kompensationsräumen – also Räumen, die die Reduzierung von privater Wohnfläche ausgleichen. Beispielhaft sind hier halbprivate Vorplätze oder Aussenräume zu nennen, die veränderbar genutzt und gestaltbar sind und so den Handlungsspielraum der Bewohnenden erweitern. Der architektonische Rahmen ist hierfür genauso Voraussetzung, wie eine Hausordnung, welche diese Spielräume unterstützt. Das Projekt soll beantworten, wie baulich-räumliche und regulative Massnahmen das Gefühl für verfügbaren Raum in dichten Wohnsiedlungen positiv beeinflussen können und verhandelbare Experimentierfelder ermöglichen.

 

Projektbeteiligte
Antragsteller/in :

Hochschule Luzern - Technik & Architektur Kompetenzzentrum Typologie & Planung in Architektur (CCTP)
Technikumstrasse 21
06048 Horw / Schweiz

Federführende/r Forscher/in (alternativ Sprecher/in) :

Forscher

 

Hochschule Luzern - Technik & Architektur
Kompetenzzentrum Typologie & Planung in Architektur (CCTP)
Prof. Angelika Juppien
Richard Zemp
Technikumstrasse 21
06048 Horw / Schweiz  

Technische Universität Berlin, Fakultät VI – Planen Bauen Umwelt
Prof. Dr. rer. pol. Kristin Wellner (Bearbeiter: Prof. Dr. rer. pol. Kristin Wellner)
Strasse des 17. Juni 152
10623 Berlin

 

 

Fachbetreuer/in im BBSR :

Dr. Katja Hasche, WB 3

Eckdaten
Schlagworte zum Projekt : Räumliche Qualität und räumlicher Mehrwert, Dichte, Zwischenraum, Wirkung und Wahrnehmung, Handlungsspielraum, Hausordnung und Betrieb
Einordnung in Zukunft Bau : Forschungsbericht, Forschungsförderung, Architektur und Stadtraum, Architektur/ Gestaltung/ Qualität
Bundesförderung in EUR : 92.912,00
Projektetage der Bauforschung
Projektvorstellung 1 01.07.2020 Mehr