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Sortenreines Trennen von Verbundsicherheitsglas
Sortenreines Trennen von Verbundsicherheitsglas
Recycling von PVB-Kunststofffolien aus Verbundsicherheitsglas
10.08.18.7-26.18
10.2026
09.2028
laufend
Verbundsicherheitsglas (VSG) ist aufgrund seiner sicherheitsrelevanten Eigenschaften ein unverzichtbarer Werkstoff im Bauwesen, in der Photovoltaik und im Fahrzeugbau. Allein 2020 wurden weltweit ca. 321 Mio. m² VSG produziert. Das CO₂-Äquivalent für Standard-VSG liegt bei 24–30 kg/m², wobei fast die gesamte Emission auf die Primärproduktion von Glas und der Zwischenschicht aus Polyvinylbutyral (PVB) entfällt. Bisher wird VSG am Lebensende meist mechanisch zerkleinert. Dies ermöglicht zwar ein stoffliches Recycling der Scherben, schließt jedoch eine hochwertige Wiederverwendung (ReUse) der intakten Glasscheiben aus. Das PVB wird mangels effizienter Trennverfahren kaum für neue VSG-Folien genutzt, sondern meist thermisch verwertet oder deponiert. Das Forschungsvorhaben adressiert diese Potenziale durch einen neuartigen Ansatz zur sortenreinen Trennung, bei dem die Glasscheiben intakt bleiben. Neben dem Vermeiden von Glasbruch sollen bei dem zu entwickelnden Auftrennprozess die Eigenschaften von Glas und Folie möglichst nicht verschlechtert werden. Parallel dazu werden Strategien erforscht, um das rückgewonnene PVB qualitativ so aufzubereiten, dass es zur Herstellung neuer, normgerechter VSG-Folien verwendet werden kann. Dabei wird auch die Produktvielfalt der rückgewonnenen PVB-Folien berücksichtigt. Das Projekt umfasst die Untersuchung und Bewertung ökologischer und effizienter Trennverfahren, die Charakterisierung und Aufbereitung des rückgewonnenen PVB, sowie die Herstellung und Prüfung von neuem VSG aus der wiedergewonnenen Materialien. Ziel ist es, die technische Machbarkeit einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft für VSG aufzuzeigen und damit maßgeblich zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung im Bauwesen beizutragen. Durch Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften und auf Konferenzen gelangen die Ergebnisse sowohl in die Wissenschaft als auch in die Praxis, insbesondere in die Planung sowie in die fertigende und recycelnde Industrie.
| Projektbeteiligte | |
|---|---|
| Antragsteller/in : |
Technische Universität Darmstadt |
| Federführende/r Forscher/in (alternativ Sprecher/in) : |
Technische Universität Darmstadt |
| Weitere Forscher/innen : |
Forscher 2: |
| Fachbetreuer/in im BBSR : |
Daniel Wöffen, WB 3 |
| Eckdaten | |
|---|---|
| Schlagworte zum Projekt : | Verbundsicherheitsglas, Recycling, Polyvinylbutyral, Wiederverwendung, Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung |
| Einordnung in Zukunft Bau : | Forschungsbericht, Forschungsförderung |
| Forschungskategorie nach EU : | Grundlagenforschung |
| Art des Unternehmens : | Einrichtung für Forschung und Wissensverbreitung |
| Bundesförderung in EUR : | 382.911,00 |
