Zurück

Inhalte

Werkstattgespräche Kunst am Bau 2009

Projektbeschreibung

Projektbeteiligte

Eckdaten

Werkstattgespräche Kunst am Bau 2009


Projektnummer
Projektbeginn
12.2008
Projektende
06.2010
Projektstatus
abgeschlossen mit Bericht

Konzept

In Abstimmung mit dem Sachverständigenkreis Kunst am Bau beim BMVBS wurden nach den Werkstattgesprächen 2007 und 2008 für 2009 drei weitere Werkstattgespräche konzipiert und durchgeführt, jeweils einschließlich Dokumentation. Aufgabe war es, Gelegenheiten zum Austausch zwischen Experten und interessierter Öffentlichkeit über Erreichtes und noch zu Leistendes im Kontext Kunst am Bau zu schaffen. Die drei Veranstaltungen widmeten sich der

  • Kunst am Bau als Chance für junge Künstler,
  • Kunst am Bau im Zusammenhang mit Verkehrsarchitektur,
  • Vermittlung von Kunst am Bau.

Das Werkstattgespräch "Kunst am Bau – Chance für junge Künstler" wurde in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden durchgeführt. Das BMVBS verfolgte damit und mit der Einbeziehung mehrerer Hochschullehrer als Vortragende das zentrale Anliegen, die gedankliche und künstlerische Beschäftigung mit Kunst am Bau auch in der Kunstausbildung zu positionieren. Es sollten Berührungsängste gegenüber dieser Kunstgattung abgebaut und sie als künstlerische Herausforderung auch für Studierende vermittelt und geöffnet werden. Die ausgestellten Arbeiten der bisherigen Kunst am Bau-Wettbewerbe und die Auslobung des Nachwuchswettbewerbs "Kunst am Bau für die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung" führten dieses Potenzial beeindruckend vor Augen. Ergänzend dazu gaben erfahrene Künstler und Hochschullehrer sowie Auftraggeber Einblick in die Arbeits- und Verfahrensweisen von Kunst am Bau.

Ergebnisse

Kunst am Bau -

Das Werkstattgespräch "Kunst am Bau - Chance für junge Künstler" wurde in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden durchgeführt. Das BMVBS verfolgte damit und mit der Einbeziehung mehrerer Hochschullehrer als Vortragende das zentrale Anliegen, die gedankliche und künstlerische Beschäftigung mit Kunst am Bau auch in der Kunstausbildung zu positionieren. Es sollten Berührungsängste gegenüber dieser Kunstgattung abgebaut und sie als künstlerische Herausforderung auch für Studierende vermittelt und geöffnet werden. Die ausgestellten Arbeiten der bisherigen Kunst am Bau-Wettbewerbe und die Auslobung des Nachwuchswettbewerbs "Kunst am Bau für die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung" führten dieses Potenzial beeindruckend vor Augen. Ergänzend dazu gaben erfahrene Künstler und Hochschullehrer sowie Auftraggeber Einblick in die Arbeits- und Verfahrensweisen von Kunst am Bau. Ergebnisse und Thesen:

  • Kunst sollte nicht zum gebauten Schulaufsatz werden.
  • Kunst am Bau bedeutet zugleich Komplexität und Beschränkung.
  • Ausbildung bedeutet Möglichkeiten zu erschließen, nicht Rezepte zu verteilen.
  • Größe und finanzielles Volumen sind zwei Aspekte, die Kunst am Bau für viele Künstler spannend machen.
  • Kunst am Bau als "Flaschenpost in die Zukunft" ist eine Herauforderung für jeden Künstler.
  • An Kunst am Bau wird das Verhältnis von Gesellschaft und Kunst sichtbar.

Orte die bewegen - Kunst am Bau und Verkehrsarchitektur

Das Werkstattgespräch "Orte die bewegen - Kunst am Bau und Verkehrsarchitektur" thematisierte Verkehrswege und -bauten als Visitenkarte und Zeugnis der Gesellschaft. Kunst am Bau kann einen wesentlichen Beitrag zur architektonischen und künstlerischen Gestaltung von Verkehrsbauten leisten und als Ausdruck von Baukultur zur Identitätsbildung beitragen. Mobilität steht mehr denn jemals zuvor für Fortschritt. Ihre große gesellschaftliche Relevanz folgt aus der Neuorganisation von Raum und Zeit. Flughäfen und Bahnhöfe gehören neben Verkehrswegen zu den größten von Menschen geschaffenen Strukturen überhaupt. Welche Möglichkeiten der künstlerischen Akzentuierung es bei Verkehrsbauten gibt und wo Hemmnisse liegen, wurde mit Fachleuten aus verschiedenen Bereichen diskutiert. Worin der Mehrwert von Kunst am Bau für Verkehrsbauwerke und Verkehrsunternehmen liegt, war dabei eine der Leitfragen der Diskussion. Ergebnisse und Thesen:

  • Für Kunst am Bau ist auch an hochtechnisierten Großbauten Raum. Die Ein-Prozent-Regelung soll auch für Verkehrsbauten angewandt werden. Kunst am Bau verhindert Vandalismus. Ästhetisch gestaltete Bauten werden, mehr geachtet, als reine Funktionselemente.
  • Der ÖPNV als das Verkehrsmittel der Zukunft sollte einladend wirken. Dazu trägt Kunst am Bau bei.
  • Verkehrsbauten sind stadtbildprägend und wirken als Imageträger. Gerade das macht ihren baukulturellen Wert aus und prädestiniert sie für Kunst am Bau.

Kunst am Bau und ihre Vermittlung

Das Werkstattgespräch "Kunst am Bau und ihre Vermittlung" war vorläufiger Schlusspunkt der Veranstaltungsreihe. Aufgrund des gewonnenen Überblicks sollte es ausloten, welche Möglichkeiten und Rezeptionsbedingungen für die Vermittlung von Kunst am Bau bestehen. Welche Vorurteile gilt es zu überwinden und welche Zielgruppen zu gewinnen, um Kunst am Bau als Ausdruck des baukulturellen Selbstverständnisses intern und extern dauerhaft zu verankern? Im Gespräch mit Akteuren und Entscheidungsträgern aus öffentlichen Institutionen und der Kunst- und Kulturszene wurden u.a. folgende Thesen und Ideen entwickelt:

  • Gute Kunst am Bau spricht für sich.
  • Kunst am Bau ist (auch) eine kommunale Aufgabe.
  • Kommunikationsinstrumente können z.B. sein: Homepage, Postkarten, Newsletter, Filmdokumentationen, Ausstellungen
  • Kunst bedarf der Übersetzung, weil sie sich häufig einer eigenen Sprache bedient.
  • Die nachhaltige Vermittlung muss alle Akteure mit einbeziehen.
  • Wettbewerbsbeiträge müssen dauerhaft dokumentiert und ausgestellt werden.
  • Kunst am Bau muss kuratorisch betreut werden, um sie nachhaltig zu machen.
  • Kunst am Bau braucht Diskussionsplattformen zur Weiterentwicklung.

Fazit

Mit der Veranstaltungsreihe und den publizierten Dokumentationen wurde das Engagement des Bundes für Kunst am Bau weiter in die (Fach-)Öffentlichkeit kommuniziert und eine attraktive, gut angenommene Plattform geboten, um unterschiedliche Wahrnehmungen von Kunst am Bau bei Akteuren und in der Öffentlichkeit zu debattieren. Das Netzwerk für Kunst am Bau konnte erfolgreich verbreitert und gestärkt werden. Die Werkstattgespräche zeigen, dass sich sowohl im Bereich der künstlerisch-kulturellen Bildung als auch bei der Vermittlung neue Räume und Wege für Kunst am Bau finden lassen. Am Beispiel der Verkehrsarchitektur wurden sektorale Potenziale für Kunst am Bau ermittelt. Deutlich wurde, dass die Rahmenbedingungen zur weiteren Entwicklung von Kunst am Bau stetiger und dynamischer Anpassung bedürfen und deshalb eine ständige Diskussion und Rückkopplung zwischen Entscheidungsträgern, Experten, Künstlern und Gesellschaft notwendig und zielführend ist.


Weitere Informationen und Veröffentlichungen zum Thema "Kunst am Bau" erhalten Sie auf den Internetseiten des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung
LINK
sowie des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
LINK.

Veröffentlichungen

BMVBS (Hrsg.): 5. Werkstattgespräch "Kunst am Bau. Chance für junge Künstler?" Dokumentation, Berlin 2009
>> weitere Informationen

BMVBS (Hrsg.): 6. Werkstattgespräch "Orte, die bewegen - Kunst am Bau und Verkehrsarchitektur" Dokumentation, Berlin 2009
>> weitere Informationen

BMVBS (Hrsg.): 7. Werkstattgespräch "Kunst am Bau und ihre Vermittlung" Dokumentation, Berlin 2009
>> weitere Informationen

Projektbeteiligte
Eckdaten
Schlagworte zum Projekt : kunst am bau, werkstattgespräche