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InLehm+: Optimierte Lehmsteine im Innenausbau
InLehm+: Optimierte Lehmsteine im Innenausbau
Weiterentwicklung von Hochlochlehmsteinen zu einem architektonisch leicht integrierbaren Bauteil
10.08.18.7-26.16
09.2026
08.2028
laufend

Das Forschungsprojekt InLehm+ baut auf dem Vorgängerprojekt InLehm - Stranggepresste Hochlochehmbausteine für Innenwände als Substitution für Gipskartoninnenwände auf. Mit der Verbreitung des Brennverfahrens verdrängten gebrannte Ziegel zunehmend den traditionellen Lehmstein. Auch vor dem Hintergrund steigender Energiepreise rückt der Lehmstein erneut in den Fokus des ressourcenschonenden Bauens. Besonders für Ziegelhersteller ergibt sich daraus die Notwendigkeit, etablierte Produktionsprozesse langfristig zu transformieren. Um Lehmsteine gegenüber konventionellen Baustoffen zu stärken und sie an die aktuelle Baupraxis anzupassen, findet im Projekt InLehm+ eine Vertiefung der materialtechnischen und architektonischen Forschungsarbeit statt. Dazu werden Lehmsteine mithilfe vorhandener Mundstücke aus der Ziegelindustrie, die gezielt modifiziert werden, hergestellt. Die so produzierten Steine werden anschließend hinsichtlich ihrer Lochgeometrie sowie ihrer mechanischen und bauphysikalischen Leistungsfähigkeit untersucht und in Wandversuchen als tragende und nicht-tragende Innenwände geprüft. Gleichzeitig erfolgt die interdisziplinäre Betrachtung von Hochlochlehmsteinen aus architektonischer und baukonstruktiver Perspektive. Es wird untersucht, welche Lehmsteinformate sich für die praxisgerechte Herstellung und Anwendung (nicht-) tragender Wände eignen. Dabei stehen Aspekte wie Maßhaltigkeit, gestalterische Wirkung sowie der potenzielle Einsatz in Decken- und Bodenkonstruktionen im Fokus. Ergänzt wird der Forschungsansatz durch eine Lebenszykluskostenanalyse (LCC) und eine ökobilanzielle Bewertung (LCA) zur Einschätzung von Wirtschaftlichkeit und Umweltwirkungen. Aufgrund ihrer guten bauphysikalischen Eigenschaften, der geringen grauen Energie und der regionalen Verfügbarkeit besitzen Lehmsteine ein hohes Potenzial für den verstärkten Einsatz im zeitgenössischen Bauwesen – insbesondere unter Nutzung bestehender industrieller Infrastrukturen.
| Projektbeteiligte | |
|---|---|
| Antragsteller/in : |
Technische Universität Dortmund |
| Federführende/r Forscher/in (alternativ Sprecher/in) : |
Technische Universität Dortmund |
| Weitere Forscher/innen : |
Forscher 2: |
| Fachbetreuer/in im BBSR : |
Dr. Jan Weckendorf, WB 3 |
| Eckdaten | |
|---|---|
| Schlagworte zum Projekt : | Hochlochlehmsteine, Lehm, Baukonstruktion, Architektur, Lebenszyklusanalyse, Ökobilanzierung, Formoptimierung, Dauerhaftigkeit |
| Einordnung in Zukunft Bau : | Forschungsbericht, Forschungsförderung |
| Forschungskategorie nach EU : | Grundlagenforschung |
| Art des Unternehmens : | Einrichtung für Forschung und Wissensverbreitung |
| Bundesförderung in EUR : | 184.220,00 |