Transformation Typenschule

Interdisziplinäre Strategien zum Umgang mit DDR-Typenschulbauten


Projektnummer
10.08.18.7-26.25
Projektbeginn
10.2026
Projektende
10.2028
Projektstatus
laufend

Fassadentektonik Typenschulbau "Typ Leipzig", © Samuel Schubert, TU Dresden

Das Forschungsprojekt untersucht Schulgebäude in Typenbauweise der DDR (Baujahre ca. 1955–1990) interdisziplinär mittels qualitativ vergleichender Fallbeispielstudien. Ausgewählte Gebäude werden exemplarisch analysiert und die Ergebnisse systematisch aufbereitet. So soll ein praxisnaher, digital zugänglicher Leitfaden zur nachhaltigen und pädagogisch zeitgemäßen Transformation dieser Bauten entstehen. Begriffe wie „Standardisierung“ und „Modularisierung“ gewinnen im Kontext nachhaltigen, zeit- und kosteneffizienten Bauens auch bundespolitisch an Bedeutung. Zwischen 1955 und 1990 wurden in den neuen Bundesländern über 5.900 Schulen in Typenbauweise errichtet. Einige wurden abgerissen, andere saniert, genügen jedoch oft nicht mehr den aktuellen pädagogischen Anforderungen. Diese Potenziale sollen durch gezielte architektonische Transformations- und Modernisierungsmaßnahmen in zukunftsorientierte Bildungseinrichtungen überführt werden. Aufgrund der standardisierten Bauweise können Transformationsstrategien universell zur Anwendung kommen. Kern des Projekts ist ein digitaler, modular aufgebauter Leitfaden als offene Plattform, die mit kommunalen Schulträgern und wissenschaftlichen Partnern kooperativ weiterentwickelt wird. Es wird die Verknüpfung vorhandener Informationen und Plattformen (z.B. Schulbau Open Source) mit den neuen Ansätzen zur Transformation des Typenschulen-Bestands angestrebt. Am Ende entsteht eine qualitätsgesicherte Fallbeispiel-Datenbank, die Bestandsbauten, Strategien und Nutzungsszenarien dokumentiert. Das Projekt versteht sich als methodisches Instrument für Forschung, Planung und Verwaltung – mit Fokus auf Transfer, Partizipation und Verstetigung. Adressiert werden kommunale Schulträger, Bildungsverwaltungen, Planungsämter sowie Fachleute aus Pädagogik, Architektur und Bauplanung. Ziel ist eine effizientere, pädagogisch fundierte und ökologisch nachhaltige Sanierungspraxis.

Projektbeteiligte
Antragsteller/in :

Technische Universität Dresden - Fakultät Architektur
Zellescher Weg 17
01069 Dresden

Federführende/r Forscher/in (alternativ Sprecher/in) :

Technische Universität Dresden - Fakultät Architektur
Lehrstuhl Gebäudelehre und Entwerfen, Öffentliche Bauten
Institutsleitung: Prof. Katharina Leuschner
Projektleitung: Dipl.-Ing. Johannes Wilde

Weitere Forscher/innen :

Forscher 2:
Professur für Bauphysik
Institut für Bauklimatik
Leitung: Prof. Dr.-Ing. John Grunewald
Bearbeitung: Prof. Dr.-Ing. John Grunewald

Forscher 3:
Professur für Tragwerksplanung
Professur für Tragwerksplanung
Leitung: Prof. Dr.-Ing. Matthias Beckh
Bearbeitung: Prof. Dr.-Ing. Matthias Beckh

Forscher 4:
Professur für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Schulforschung
Professur für Schulpädagogik: Schulforschung
Leitung: Dr. Kristina Kocyba
Bearbeitung: Dr. Kristina Kocyba

Fachbetreuer/in im BBSR :

Wencke Haferkorn, WB 3

Eckdaten
Schlagworte zum Projekt : Schulbau, DDR-Typenschulbauten, Schulsanierung, energetische Sanierung, Plattenbau Schule, flexible Lernräume, Digitaler Leitfaden, Schulbauoffensive, barrierefreie Schulplanung, Lernhausprinzip
Einordnung in Zukunft Bau : Forschungsbericht, Forschungsförderung
Forschungskategorie nach EU : Grundlagenforschung
Art des Unternehmens : Einrichtung für Forschung und Wissensverbreitung
Bundesförderung in EUR : 233.274,00