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Risikoszenarien für Gebäude und Bauteile durch Hitze, Dürre und Trockenheit
Risikoszenarien für Gebäude und Bauteile durch Hitze, Dürre und Trockenheit
Risikoszenarien für Gebäude und Bauteile durch Hitze, Dürre und Trockenheit
04.2024
05.2025
abgeschlossen ohne Bericht
Das Projekt skizziert Ansätze für die Fortschreibung bautechnischer Regeln und Standards, um die Verletzbarkeit von Gebäuden durch Hitze, Dürre und Trockenheit abzumildern. Dabei wurden drei Risikoszenarien hinsichtlich Grundlagen und Schwachstellen sowie relevanter Bauteiltypen untersucht.
Ausgangslage
Hitze, Trockenheit und Dürre nehmen infolge des Klimawandels zu und wirken auf die natürliche und die gebaute Umwelt. Vor diesem Hintergrund lassen sich drei Risikoszenarien für Gebäude ableiten, die bislang in Forschung und Praxis wenig beachtet wurden:
- Bauteilschäden durch Hitze
- Standsicherheitsschäden durch Trockenheit im Boden
- Brandgefahr durch trockene Umgebungsvegetation
Ziel
Die Studie zu Hitze, Trockenheit und Dürre skizziert erste Ansätze für die Fortschreibung von bautechnischen Regeln und Standards, um die Betroffenheit von Gebäuden gegen Hitzeextreme abzumildern. Ziel des Projektes war die Aufarbeitung von drei Risikoszenarien in Bezug auf Grundlagen, Zusammenhänge und Schwachstellen sowie hinsichtlich relevanter Bauteiltypen. Des Weiteren sollten Querverweise auf bestehende Regelwerke und bauordnungsrechtliche bzw. bauplanungsrechtliche Instrumente gezogen und Hinweise gegeben werden, an welchen Stellen mögliche Anpassungsbedarfe und -potenziale je Risikoszenario vorliegen.
Die Kurzstudie ist Teil einer Reihe von Studien, anhand derer untersucht wird, welche Steuerungsfunktion Gesetze und Regelwerke bei der Klimafolgenanpassung übernehmen können.
Auftragnehmer des Forschungsprojekts war Intep – Integrale Planung GmbH, Berlin.
Konzept
Die Schadensbilder im Gebäudebereich aufgrund von Hitze, Dürre und Trockenheit wurden bislang noch nicht ausgiebig untersucht oder statistisch erhoben. Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Einwirkungssituationen wurden drei Risikoszenarien und zugehörige Schadensbilder abgeleitet und näher beleuchtet:
- Einwirkung durch erhöhte Temperatur und Trockenheit der Außenluft, Sonneneinstrahlung: Beeinträchtigung vorrangig von Bauteilen der Gebäudehülle und ihrer Materialien
- Einwirkung durch Trockenheit im Boden: Beeinträchtigung von Gründungen von Bauwerken und ihrer Standsicherheit durch Änderungen der Bodenstrukturen
- Einwirkung durch erhöhte Brandgefahr umliegender Vegetation: Erhöhung des Risikos eines Brandüberschlags von Biosphäre auf Technosphäre und damit auf Bauwerke insbesondere im Randbereich von Siedlungsgebieten
In Abhängigkeit vom Gebäudeumfeld (Besonnung, Bodenbeschaffenheit oder Vegetationsart) wurden mögliche Schäden am Gebäude (Bauart, Bauteile oder Baumaterialien) dargestellt. Neben einer Zuordnung relevanter Regelungsbereiche – gesetzlich oder nachgesetzlich – wurden Hinweise zur Berücksichtigung bei einer Überarbeitung der jeweiligen Regelwerke skizziert.
Ergebnisse
Die Studie hatte nicht den Anspruch, die Auswirkung von Hitze, Dürre und Trockenheit auf Gebäude erschöpfend darzustellen. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass sowohl der Gesetzgeber als auch private Regelsetzer sowie Planende durch zielgerichtete Maßnahmen die Resilienz von Gebäuden gegenüber Hitze, Dürre und Trockenheit beeinflussen können:
- Bauteilschäden durch Hitze:
Hitze, Dürre und Trockenheit können sich vielfältig auf Bauteile der Gebäudehülle auswirken und verschiedene Schadensbilder mit sich bringen, wie zum Beispiel vorzeitige Materialalterung von Dachabdeckungen oder Risse in der Fassadenverkleidung. Auf Materialebene finden sich Ansatzpunkte in der spezifischen Normung, um diesen Risiken entgegenzuwirken. - Standsicherheitsschäden durch Trockenheit im Boden:
Durch die konstruktive Ausgestaltung von Gebäuden können Beschädigungen oder größere Verformungen infolge von Grundwasserabsenkungen vermieden werden. Folglich sollte das Risiko einer Grundwasserabsenkung während der Nutzungsphase des Gebäudes bereits im Planungsprozess berücksichtigt werden. - Brandgefahr durch trockene Umgebungsvegetation:
Sowohl Gebäude als auch der umgebende Grünraum bieten Ansätze, um die Brandgefahr zu minimieren. Gut umsetzbare Lösungen sind die Integration klimaresilienter Pflanzen und das Anlegen von Feuerschutzstreifen. Langfristig können auch umfassendere Maßnahmen wie Regenwasserrückhaltesysteme zur Sicherheit und Resilienz gegen Brandgefahren beitragen. Regelungsbereiche sind beispielsweise Grünordnungspläne und Grünflächensatzungen, denkbar sind auch Risikomanagement-Analysen im Zuge der Bauleitplanung (z. B. bei Erstellung von Flächennutzungsplänen und Bebauungsplänen) oder bei Erteilung von Baugenehmigungen
Umfassende Informationen zu den Ergebnissen erhalten Sie unter folgendem Download:
Download auf https://www.bbsr.bund.de/
| Projektbeteiligte |
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| Eckdaten | |
|---|---|
| Schlagworte zum Projekt : | Normung, Fachgesetzgebung, Gebäude, Bautechnik, Bauwesen, Klimawandel, Klimafolgenanpassung, Widerstand gegen Naturgefahren, Hitze, Dürre, Trockenheit, sinkender Grundwasserspiegel, Brand, Brandgefahr, Absenkung, statisches Versagen |
| Projekt auf der Webseite des BBSR : | https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/programme/zb/Auftragsforschung/jahr/2024/risikoszenarien/01-start |