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Machbarkeitsstudie zur Analyse des öffentlichen Bauvolumens

Projektbeschreibung

Projektbeteiligte

Eckdaten

Machbarkeitsstudie zur Analyse des öffentlichen Bauvolumens


Projektnummer
Projektbeginn
06.2021
Projektende
12.2021
Projektstatus
laufend

Im Rahmen der Bauvolumenrechnung werden jährlich Kennzahlen für den öffentlichen Bau ermittelt. Eine differenzierte regionale Darstellung nach Gebietskörperschaften – bspw. nach Bundesländern oder Kreisen – ist derzeit aufgrund der unzureichenden Datenlage nicht möglich. Ziel der Studie ist es, zu skizzieren, wie sich eine möglichst detaillierte regionale Differenzierung des öffentlichen Bauvolumens auf Basis bestehender Datenquellen in die DIW-Bauvolumenrechnung integrieren lässt.

Ausgangslage

Das Bauvolumen beziffert die Entwicklung der gesamten inländischen Bauleistung. Produktionsseitig werden die Beiträge des Bauhaupt- und Ausbaugewerbes, des verarbeitenden Gewerbes (Metallbau, Fertigbauten, elektrotechnische Anlagen und Einrichtungen etc.), der Baunebenleistungen (Planer, Architekten etc.) sowie Eigenleistungen der Investoren dargestellt. Nachfrageseitig werden Kennzahlen zum Wohnungsbau, dem Hoch- und Tiefbau im Unternehmensbereich sowie dem öffentlichen Hoch- und Tiefbau ermittelt. Analog zu den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) werden die sehr geringen unmittelbaren wohnungsbaubezogenen Investitionen der öffentlichen Hand im Sektor Wohnungsbau gebucht. Das öffentliche Hochbauvolumen bezieht sich demnach allein auf den Nichtwohnungsbau.

In der derzeitigen Methode wird das öffentliche Bauvolumen auf regionaler Ebene für fünf Großregionen - Nord-West, Nord-Ost, NRW, Mittel-Ost, Mittel-West und Süd – bestimmt. Gerade im Bereich des öffentlichen Bauvolumens, welches ca. 14% des gesamten Bauvolumens ausmacht, ist eine detaillierte regionale Differenzierung sowohl politisch als auch fachlich von besonderem Interesse. Um die bestehenden Kennzahlen der Bauvolumenrechnung auf einer detaillierteren Ebene zu regionalisieren, bedarf es einer geeigneten Datenbasis.

Ziel

In diesem Forschungsvorhaben soll überprüft werden, inwieweit eine detailliertere regionale Darstellung des öffentlichen Bauvolumens in der Bundesrepublik Deutschland umsetzbar ist. Hierfür sollen verfügbare Datenquellen identifizieren und auf ihre Kompatibilität mit der Bauvolumenrechnung überprüft werden. Ziel des Vorhabens ist es demnach Ansätze zu entwickeln, die eine möglichst differenzierte Darstellung des öffentlichen Bauvolumens nach den Gebietskörperschaften Bund, Länder und Kreise/kreisfreie Städte ermöglichen und zu skizzieren, wie sich eine solche Differenzierung in die Bauvolumenrechnung integrieren lässt.

Konzept

In einem ersten Schritt werden mögliche Datenquellen mit Blick auf ihre Eignung für die Ableitung möglichst differenzierter, regionaler Bauvolumen im Bereich des öffentlichen Baues identifiziert. Als Bewertungskriterien der Datenquellen werden dabei u.a. die Periodizität der Datenerhebung, der regionale Detailgrad der Daten, sowie der Repräsentativität der Erhebung herangezogen. Im zweiten Schritt soll der Weg zur Berechnung des öffentlichen Bauvolumens exemplarisch für mindestens zwei ausgewählte Bundesländer bzw. Großregionen auf Basis der im ersten Schritt erschlossenen Datenquellen abgeleitet werden. Dabei wird versucht, die jeweils feingliedrigste Aufgliederung des öffentlichen Baus vorzunehmen. Sollten in Teilbereichen tiefere Detailanalyse möglich sein, werden diese entsprechend auch ausgeführt. Das Berechnungsverfahren wird transparent und nachvollziehbar aufbereitet und dargestellt. Dabei werden alle vorhandene Datenlücken, die sich im Laufe des Forschungsprozesses zeigen, dokumentiert.

Auf Basis der ermittelten Erkenntnisse werden im dritten Schritt Möglichkeiten der Integration in die Bauvolumenrechnung des DIW Berlin skizziert.

Forschungsfragen

Im Einzelnen sollen in diesem Forschungsvorhaben die folgenden Fragen beantwortet werden:

  • Welche Datenquellen liegen bereits vor und können für regionalisierte Betrachtung des öffentlichen Bauvolumens nutzbar gemacht werden?
  • Auf welcher regionalen Ebene können anhand welcher Daten Informationsgewinne generiert werden?
  • Welche Ansätze können zur Differenzierung des öffentlichen Bauvolumens verwendet werden?
  • Welche Möglichkeiten bestehen im Rahmen der Bauvolumenrechnung dauerhaft eine höhere regionale Detailtiefe im Bereich des öffentlichen Bauvolumens zu integrieren?

Ergebnisse

Nach Projektabschluss informieren wir Sie an dieser Stelle über die Ergebnisse.

Projektbeteiligte
Eckdaten
Schlagworte zum Projekt : Bauvolumen, Bauvolumenrechnung, Preisindizes, Bauleistungen, Neubau, Bestand, Neubautätigkeit