Wann ist weniger mehr?

Bewertung räumlicher und organisatorischer Lösungsansätze für flächensparendes Wohnen aus Perspektive der Nutzenden


Projektnummer
10.08.18.7-25.29
Projektbeginn
01.2026
Projektende
12.2027
Projektstatus
laufend

Lösungsansätze für flächensparendes Wohnen im Wechselspiel mit Person und Raum, © survey research & evaluation

Der Wohnungsmarkt ist gekennzeichnet durch sinkende Haushaltsgrößen und wachsende Wohnflächen pro Kopf. Das hat neben Auswirkungen auf Wohnkosten und Wohnraumverfügbarkeit insbesondere auch ökologische Folgen. Entsprechend werden Lösungsansätze für flächensparendes Wohnen verfolgt, um existierenden Wohnraum besser zu nutzen, u.a. kompakte Wohnlösungen, geteilte Nutzungskonzepte, Wohnpartnerschaften, Umnutzung von EFH oder Wohnungstausch. Die verschiedenen Ansätze verbindet, dass sie bei den Nutzenden ansetzen und auf deren Kooperation und Akzeptanz angewiesen sind. Ihre Planung und Umsetzung setzt daher die Kenntnis über die Bereitschaft und Sichtweisen der Wohnenden in Bezug auf flächensparendes Wohnen und konkrete Lösungsangebote voraus. Das Forschungsprojekt will diesen Informationsbedarf decken und erstmals umfangreich empirische Daten von den Zielgruppen potenzieller Maßnahmen erheben. Wir knüpfen dabei an zwei unserer Vorgängerprojekte an: „Funktionswandel des Wohnens“ (10.08.18.7-21.56) und „Place attachment“ (10.08.18.7-23.17). Während es im ersten Projekt um Aktivitäten in den Wohnungen und Wohnraumbedarfe ging, steht im zweiten die Bindung an die Wohnung und die Wohnumgebung im Vordergrund. Beide Aspekte—Bedarf und Bindung—sind für die Bereitschaft, flächensparend zu wohnen, von ausschlaggebender Relevanz. Mit dem hier beantragten Projekt soll die Datenlage in Richtung Suffizient erweitert werden, indem Anforderungen für die Realisierung flächensparender Maßnahmen aus Nutzersicht bestimmt werden. Da Vorkehrungen getroffen wurden, eine Unterstichprobe von Befragten aus dem Verbundenheitsprojekt in den neuen Untersuchungsplan aufzunehmen, bietet sich mit dem kombinierten Datensatz die Möglichkeit umfassender Analysen nutzerbezogener Suffizienz. Ergänzend werden Personen einer repräsentativen zweiten Stichprobe befragt und mittels qualitativer Interviews die Erfahrungen von Haushalten, die bereits flächensparende Lösungen umgesetzt haben, erfasst.

Projektbeteiligte
Antragsteller/in :

Gesellschaft für empirische Sozialforschung und Kommunikation mbH, Survey Research & Evaluation
Ziegelstr. 29
10117 Berlin

Federführende/r Forscher/in (alternativ Sprecher/in) :

Gesellschaft für empirische Sozialforschung und Kommunikation mbH, Survey Research & Evaluation
Gesellschaft für empirische Sozialforschung und Kommunikation mbH, Survey Research & Evaluation
Institutsleitung: Prof. Dr. Dr. h. c. Bernd A. Wegener
Projektleitung: Moritz Fedkenheuer
 

Fachbetreuer/in im BBSR :

Felix Lauffer, WB 3

Eckdaten
Schlagworte zum Projekt : Wohnen, Suffizienz, Wohnkonzepte, gemeinschaftliches Wohnen, Flächenverbrauch, Umzugsbereitschaft, Umnutzung, Wohnungstausch, Wohnqualität, Wohnpräferenzen
Einordnung in Zukunft Bau : Forschungsbericht, Forschungsförderung, Architektur/ Gestaltung/ Qualität
Forschungskategorie nach EU : Grundlagenforschung
Art des Unternehmens : kleines Unternehmen
Bundesförderung in EUR : 213.323,00