Bestand als Ressource


Projektnummer
10.08.18.7-22.41
Projektbeginn
10.2022
Projektende
03.2026
Projektstatus
laufend

Aus dem ehemaligen Hertie-Warenhaus in Herne wurde 2021 die Mixed Use-Immobilie Neue Höfe, Quelle: Nina Hangebruch

Durch das Pariser Klimaschutzabkommen, den europäischen Green Deal, die im Koalitionsvertrag verankerten Klimaschutzziele und den Beschluss der Bundesregierung, die Mittel aus dem Corona-Wiederaufbaufonds primär für die Bereiche „Klimaschutz“ und „Digitalisierung“ zu nutzen, ist der Klimaschutz politisch fest verankert. Um die Zielvorgaben einzuhalten, wird es nicht ausreichen, allein den klimaneutralen Neubau zu fördern. Für eine klimagerechte Stadtentwicklung müssen Forschung und Praxis verstärkt innovative Methoden und Instrumente für das Planen und Bauen im Bestand finden. Dies betrifft auch für die energie- und ressourceneffiziente Umnutzung funktionslos gewordener Einzelhandelsgroßimmobilien (Warenhäuser, Shopping Center) aus den 1950er bis 1970er Jahren. Ziel des inter- und transdisziplinären Forschungsprojektes ist es deshalb, funktionale Fragen der Transformation urbaner Zentren mit der Drittverwendung ehemaliger Handelsflächen und ökologischen und technischen Fragen des ressourceneffizienten Umbaus der Immobilien zusammenzuführen. Anhand von Fallstudien sollen im engen Zusammenspiel zwischen Wissenschafts- und Praxispartner*innen zentrale bauliche, technische, wirtschaftliche und ökologische Parameter für die Umnutzung identifiziert und Konzepte und Maßnahmen für die Neuausrichtung und energetische Sanierung der Immobilien entwickelt werden. Für die einzelnen Umnutzungsvarianten werden Ökobilanzierungen mit quantifizierbare Werten für Treibhausgasemissionen, Primärenergie (nicht erneuerbar) und zusätzlichen Ressourcenverbrauch (Material) erstellt. Der gesamte Arbeitsprozess wird mittels Design Thinking strukturiert. Adressaten sind primär Planer*innen und Entscheider*innen in den Kommunen sowie die Immobilieneigentümer*innen. Beim Wissenstransfer und in der Diskussion mit der Fachöffentlichkeit wird die Übertragbarkeit der entwickelten Handlungsansätze und Strategien auf den klimaneutralen Umbau anderer Immobilien und Gebäudetypologien berücksichtigt.

Projektbeteiligte
Antragsteller/in :

Technische Universität Dortmund

administrative Verantwortung: Björn Ochs

August-Schmidt-Str. 4

44227 Dortmund

Federführende/r Forscher/in (alternativ Sprecher/in) :

Technische Universität Dortmund

Fachgebiet Stadt- und Regionalplanung

Projektleitung: Nina Hangebruch

Fachbetreuer/in im BBSR :

Katja Hasche , WB 3

Eckdaten
Schlagworte zum Projekt : Redevelopment, Transformationsimmobilien, Innenstadt, Handelsimmobilien, Warenhaus, Shopping Center, Ökobilanzierung, Immobilienprojektentwicklung, Mixed Use, Ressourceneffizienz
Einordnung in Zukunft Bau : Forschungsförderung, Energieeinsparung/ -gewinnung, Bestandsgebäude, Ökobilanzierung/ Lebenszyklusanalyse, Architektur/ Gestaltung/ Qualität, Architektur und Stadtraum
Forschungskategorie nach EU : Grundlagenforschung
Art des Unternehmens : Einrichtung für Forschung und Wissensverbreitung
Bundesförderung in EUR : 246.633,20