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Urban Mining im Seriellen Sanieren

Projektbeschreibung

Projektbeteiligte

Eckdaten

Urban Mining im Seriellen Sanieren

Transdisziplinäre Analyse und Pilotierung serieller Sanierungsstrategien unter der Maximierung des Urban Mining Prinzips für Skelettbauten der 1960er bis 1980er Jahre


Projektnummer
10.08.18.7-25.07
Projektbeginn
11.2025
Projektende
10.2027
Projektstatus
laufend

Pilotierung eines zweigeschossigen Fassadenelements nach Urban Mining Prinzip, © M. Rausch - KIT Fakultät für Architektur, Professur Nachhaltiges Bauen (2024)

Im Kontext globaler Klimaherausforderungen und zunehmender Ressourcenverknappung rückt der Bausektor als bedeutender Emittent in den Fokus. Da ein Großteil der Gebäude vor Einführung moderner Effizienzstandards errichtet wurde, adressiert die novellierte EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) gezielt den Gebäudebestand. In Deutschland liegt die jährliche Sanierungsquote aktuell bei nur 1,07%, während zur Erreichung der EU-Klimaziele etwa 3% erforderlich wären. Die konsequente Umsetzung innovativer Sanierungskonzepte ist somit unabdingbar. Ein besonderer Schwerpunkt des Forschungsprojekts liegt auf der Analyse der in Deutschland zahlreich vertretenen Skelettbauten der 1960er bis 1980er Jahre. Diese Gebäudetypologie entspricht weder aktuellen energetischen noch funktionalen Anforderungen, bietet jedoch aufgrund ihrer strukturellen Eigenschaften ein erhebliches Potenzial für Sanierungs-, Erweiterungs- und Umnutzungskonzepte. Vor diesem Hintergrund soll die energetische Sanierung der Gebäudehülle mittels seriell vorgefertigter Fassadenelemente aus natürlichen, regionalen Materialien wie Holz, Stroh und Lehm sowie wiederverwendeten Bauteilen transdisziplinär untersucht werden. Hierbei werden energetische, konstruktive, ökologische, zeitliche und ökonomische Einsparpotenziale anhand eines Pilotprojekts empirisch validiert. Ein zweigeschossiges Fassadenelement soll an einem repräsentativen, öffentlich zugänglichen KIT-Gebäudes umgesetzt werden. Die bestehende, verglaste Fassade wird bis auf die tragende Struktur zurückgebaut und nach Urban Mining-Prinzipien bewertet. Wiederverwendbare Komponenten werden identifiziert, aufbereitet und in die vorgefertigten Fassadenelemente integriert, um eine zeit- und kosteneffiziente Montage zu ermöglichen. Die Gesamtperformance wird durch umfassendes Monitoring praxisnah bewertet. Abschließend wird ein Leitfaden entwickelt, der relevante Parameter, Einsparpotenziale, Synergieeffekte und die Übertragbarkeit der Ergebnisse systematisch zusammenfasst

Projektbeteiligte
Antragsteller/in :

Karlsruher Institut für Technologie (Universitätsaufgabe)
Kaiserstraße 12
76131 Karlsruhe

Federführende/r Forscher/in (alternativ Sprecher/in) :

Karlsruher Institut für Technologie (Universitätsaufgabe)
Institut für Technologie und Management im Baubetrieb, Facility Management
Institutsleitung: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Kunibert Lennerts
Projektleitung: Elke Widmann

Weitere Forscher/innen :

Forscher 2:
KIT - Fakultät Architektur, Professur Building Science and Technology
Building Science and Technology
Leitung: Prof. Dr.-Ing. Andreas Wagner
Bearbeitung: Prof. Dr.-Ing. Andreas Wagner

Forscher 3:
KIT - Fakultät Architektur, Professur Design of Structures
Design of Structures
Leitung: Prof. Dr.-Ing. Riccardo La Magna
Bearbeitung: Prof. Dr.-Ing. Riccardo La Magna

Forscher 4:
KIT - Fakultät Architektur, Professur Nachhaltiges Bauen
Entwerfen und Nachhaltiges Bauen
Leitung: Prof. Dipl. Arch. Dirk Hebel
Bearbeitung: Prof. Dipl. Arch. Dirk Hebel

Forscher 5:
KIT - Fakultät Architektur, Professur Zirkuläres Bauen
Zirkuläres Bauen
Leitung: Dipl. Arch. Kerstin Müller
Bearbeitung: Dipl. Arch. Kerstin Müller

Forscher 6:
KIT Serviceeinheit Infrastruktur
Immobilienmanagement, Planen und Bauen
Leitung: Friederike Hoebel
Bearbeitung: Friederike Hoebel

Forscher 7:
Zimmerei Grünspecht e.G.
Zimmerei Grünspecht e.G.
Leitung: Markus Wolf
Bearbeitung: Markus Wolf

Fachbetreuer/in im BBSR :

Katja Hasche, WB 3

Eckdaten
Schlagworte zum Projekt : Urban Mining, Serielle Sanierung, Zirkuläres Bauen, Nachwachsende Rohstoffe, Nachhaltigkeit, Monitoring, Bauteilwiederverwendung, Holzbau, Strohdämmung
Einordnung in Zukunft Bau : Forschungsbericht, Forschungsförderung, Energieeinsparung/ -gewinnung, Monitoring/ Gebäudeautomation, Gebäudehülle, Modulares Bauen/ Systembau, Zirkuläres Bauen/ Rückbau/ Recycling, Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen, Holzbau, Öffentliche Gebäude, Bewertungssysteme für Nachhaltiges Bauen, Normen/ Standards
Forschungskategorie nach EU : Grundlagenforschung
Art des Unternehmens : Einrichtung für Forschung und Wissensverbreitung
Bundesförderung in EUR : 388.733,72