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Internalisierung der zusätzlichen Klimakosten infolge unzureichender Modernisierungsmaßnahmen

Projektbeschreibung

Projektbeteiligte

Eckdaten

Internalisierung der zusätzlichen Klimakosten infolge unzureichender Modernisierungsmaßnahmen

Ermittlung des gesellschaftlichen Schadens durch unzureichende oder ausbleibende Modernisierungsmaßnahmen


Projektnummer
10.08.18.7-25.36
Projektbeginn
11.2025
Projektende
04.2028
Projektstatus
laufend

Unzureichende Gebäudemodernisierung verursacht Klimakosten, die nicht vom Verursacher, sondern von der Gesellschaft getragen werden müssen., © ChatGPT (erstellt von RPTU)

Ca. 75 % der bestehenden Gebäude weisen einen enormen Modernisierungsstau bezüglich der Energieeffizienzmaßnahmen auf. Bei ausbleibenden oder unzureichenden Modernisierungsmaßnahmen müssen Personen, die Gebäude- oder Wohnflächen besitzen, künftig mit Mehrkosten rechnen. Das aktuelle nationale Emissionshandelssystem belegt bereits den Ausstoß von Treibhausgasen mit zahlungswirksamen Preisbestandteilen, und ab 2027 wird ein neues Emissionshandelssystem geschaffen. Andererseits müssen auch die Klimakosten von Treibhausgasemissionen für die Gesellschaft im Sinne von externen Kosten, die nicht unmittelbar zahlungswirksam sind, mitgedacht werden. Die Klimakosten für eine Tonne CO₂ liegen im Jahr 2025 zwischen 300 € und ca. 900 €. Ziel des Forschungsprojekts ist eine Analyse der zusätzlichen Klimakosten bei ausbleibenden Maßnahmen zur energetischen Modernisierung unterschiedlicher Gebäude- und Nutzungsarten im Bestand, um daraus Argumente für sinnvolle Anpassungen von Förderprogrammen zur Erreichung eines energetischen Standards oder Einzelmaßnahmen an Gebäuden zu entwickeln. Durch Lebenszyklusanalysen und thermische Gebäudesimulationen sollen die Gebäude hinsichtlich ihrer Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus untersucht werden. Es werden Modernisierungsmaßnahmen bezüglich ihrer Kosten und der dadurch einsparbaren Treibhausgase analysiert und daraus die mikro- und makroökonomischen Kosten berechnet. Die Mehrkosten für die Modernisierung werden u. a. den externen Kosten gegenübergestellt, die die Gesellschaft bei ausbleibenden Modernisierungsmaßnahmen tragen muss. Diese externen Kosten werden unter Berücksichtigung des Ansatzes von Schattenpreisen zur Abbildung der Schäden infolge von Treibhausgasemissionen ermittelt. Gleichzeitig wird eine Untersuchung der ökologischen Auswirkungen der durchgeführten oder unterlassenen Maßnahmen erfolgen. Der Nutzen für spezifische Akteursgruppen (Selbstnutzer, Mieter, Vermieter, öffentliche Hand) wird untersucht.

Projektbeteiligte
Antragsteller/in :

Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU)
Gottlieb-Daimler-Straße 47
67663 Kaiserslautern

Federführende/r Forscher/in (alternativ Sprecher/in) :

Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU)
Fachgebiet Bauphysik/ Energetische Gebäudeoptimierung
Institutsleitung: Prof. Dr. rer. nat. Oliver Kornadt
Projektleitung: Prof. Dr. rer. nat. Oliver Kornadt
 

Weitere Forscher/innen :

Forscher 2:
RPTU, Arbeitsgruppe Bauphysikalische Modellierung
Arbeitsgruppe Bauphysikalische Modellierung (Im FG Bauphysik/ Energetische Gebäudeoptimierung)
Leitung: apl. Prof. Dr. rer. nat. Svenja Carrigan
Bearbeitung: apl. Prof. Dr. rer. nat. Svenja Carrigan

Fachbetreuer/in im BBSR :

Wencke Haferkorn, WB 3

Eckdaten
Schlagworte zum Projekt : CO₂-Emissionen, Schattenpreise, Modernisierungsstau, Emissionshandelssystem, Klimakosten
Einordnung in Zukunft Bau : Forschungsbericht, Forschungsförderung, Energieeinsparung/ -gewinnung, Dach, Öffentliche Gebäude, Ökobilanzierung/ Lebenszyklusanalyse, Normen/ Standards
Forschungskategorie nach EU : Grundlagenforschung
Art des Unternehmens : Einrichtung für Forschung und Wissensverbreitung
Bundesförderung in EUR : 226.208,00